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Sebastian Vettel
Ferrari-Pilot Sebastian Vettel war nach dem Großen Preis in Austin wieder einmal unzufrieden © Getty Images

Lewis Hamilton richtet eine Kampfansage an Nico Rosberg, Red Bull gibt zu, sich den 2. Platz geklaut zu haben. Sebastian Vettel geht hart mit Ferrari ins Gericht.

Austin-Sieger Lewis Hamilton wittert seine letzte Chance auf den WM-Titel, Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg hadert mit seinem Start. Bei Red Bull bekommt der doppelt geplagte Max Verstappen sein Fett weg, den zweiten Platz Ricciardos habe man sich quasi selbst geklaut.

Nico Hülkenberg muss wieder einmal einen frühen Ausfall verkraften und macht dafür Sebastian Vettel verantwortlich. Dieser sieht für Ferrari noch einen langen und steinigen Weg.

SPORT1 fasst die Stimmen von Sky, RTL und der Pressekonferenz zusammen.

Lewis Hamilton (Mercedes), 1. Platz: "Ich fühle mich gut hier. Ist immer ein gutes Revier gewesen. Ich kann immer nur mein Bestes geben. Nico hatte ein fantastisches Jahr, aber der Kampf geht weiter. Ich versuche, Nico abzufangen."

Nico Rosberg (Mercedes), 2. Platz: "Ich hatte mir Hoffnung auf den Sieg gemacht, in der ersten Kurve aber schon viel verloren. Daniel ist einfach besser rausgekommen und hat mir den Platz weggenommen. Durch das Virtual Safety Car habe ich mir den zweiten Platz zurückholen können. Es war Schadensbegrenzung, danach habe ich noch versucht, Druck auf Lewis zu machen. Leider hat es nicht ganz gereicht. Jetzt versuche ich eben, das nächste Rennen zu gewinnen."

Daniel Ricciardo (Red Bull), 3. Platz: "Der Start war ok. Der Plan war eigentlich, beide Mercedes zu schnappen. Immerhin ging es an Nico vorbei. Dann lief es gut, bis zum virtuellen Safety Car. So ist es manchmal. Es ist frustrierend, wenn so etwas in die Quere kommt. Sonst hätten wir vielleicht einen guten Kampf gehabt, das war aber außerhalb meiner Kraft."

Sebastian Vettel (Ferrari), 4. Platz: "Wir haben es leider nicht geschafft, beide Autos ins Ziel zu bringen. Das ist schade. Jeder weiß, wo Ferrari stehen will. Es gibt ein klares Ziel, das wir im Moment nicht erreichen. Andererseits machen wir als Team auch Fortschritte, aber der Weg ist noch lang und steinig. Ich bin mir sicher, dass der Tag kommen wird, an dem wir wieder an der Spitze sind. Hülkenberg habe ich am Start nicht gesehen, da ich mich auf die Gruppe vor mir konzentriert habe."

Max Verstappen (Red Bull), ausgeschieden: "Das Team hat mir gesagt, dass ich weiterfahren soll. Dann haben sie entschieden, dass ich das Auto doch abstellen sollte. Es war nicht im neutralen Zustand, sondern steckte plötzlich fest. Da kann man normalerweise einen Knopf drücken und es funktioniert dann wieder, aber das ging nicht. Sonst hätten man es in den Notausgang schieben können, deshalb kam auch das Virtuelle Safety-Car raus."

Dr. Helmut Marko (Sportchef Red Bull): "Ricciardo ist fantastisch gefahren. Einen Mercedes hat er am Start überholt, zwei wären optimal gewesen. Mit Max Verstappen ist es dagegen überhaupt nicht gelaufen. Sein Start war nicht gut, dann hat er sich seine Reifen kaputt gefahren und selbst beschlossen einen Boxenstopp einzulegen. Dann haben wir mit den Getriebeproblemen von Max und dem anschließenden Virtual Safety Car das Unheil selbst ausgelöst, das Ricciardo den zweiten Platz gekostet hat.

Toto Wolff (Sportchef Mercedes): "Nico ist in der WM in einer sehr guten Ausgangslage. Aber er weiß auch, dass er sich keine Fehler leisten konnte. Er war in der ersten Kurve vorsichtig, das ist sicher wegen seiner Ausgangslage in der Weltmeisterschaft so. Das Pendel schwingt nun hin und her. Ich gehe davon aus, dass dies so weitergeht. Ich bin nicht überrascht, dass wir einen dominanten Lewis erlebt haben, er ist in Austin immer überdurchschnittlich stark."

Niki Lauda (Aufsichtsrat Mercedes): "Lewis hat das Rennen dominiert und war heute unschlagbar. Für Nico ist der zweite Platz Gold wert im Hinblick auf den WM-Titel."

Nico Hülkenberg (Force India), ausgeschieden: "In der ersten Kurve ist der Platz ausgegangen. Sebastian war außen, hat dann aggressiv eingelenkt. Ich weiß nicht, ob er ihn mir nicht lassen wollte. Das ist eine bittere Geschichte. Wenn das nicht passiert, dann fahren wir um den siebten Platz. Das ist nervig und sehr frustrierend, das ganze Wochenende machen wir einen guten Job und dann wird das Rennen unverschuldet beendet, das ist ziemlich frustrierend."

Kimi Räikkönen (Ferrari), ausgeschieden: "Wir hatten ein paar Probleme beim Boxenstopp, der Reifen war nicht zu 100 Prozent fest. Es ist mal wieder ein gebrauchtes Wochenende für uns gewesen."

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