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Nico Rosberg
Nico Rosberg fuhr die schnellste Zeit im Qualifying © Getty Images

Nico Rosberg fährt in Suzuka auf die Pole Position. Rivale Lewis Hamilton ist nur minimal langsamer. Ferrari schnappt sich Reihe zwei, aber Vettel verliert das Teamduell.

WM-Spitzenreiter Nico Rosberg startet zum dritten Mal nach 2014 und 2015 von der Pole Position in den Großen Preis der Formel 1 in Japan (So., ab 6.45 Uhr im LIVETICKER).

In 1:30,647 Minuten lag der Mercedes-Pilot im Qualifying 13 Tausendstelsekunden vor seinem Teamkollegen Lewis Hamilton und dem Ferrari-Duo Kimi Räikkönen und Sebastian Vettel.

Der Abstand zwischen Rosberg und Hamilton beträgt gemessen an der Länge der Strecke (5,807 km) gerade mal 82 Zentimeter.

30. Pole für Rosberg

"Es lief bisher sehr gut für mich an diesem Wochenende", sagte Rosberg nach der 30. Pole Position seiner Karriere: "Ich habe mich wohlgefühlt im Auto, die Balance stimmte, und das alles zusammen hat es mir ermöglicht, noch einmal eine solche Runde rauszuhausen, als es darauf ankam."

Hamilton stellte nüchtern fest, dass "man auf dieser Strecke nicht vorne stehen muss, um zu gewinnen". Der Weltmeister weiß, wovon er spricht, im vergangenen Jahr war Hamilton im Qualifying ebenfalls Zweiter hinter Rosberg und hatte am Ende die Nase vorn.

Es sei nicht ganz einfach gewesen, das richtige Set-up für das Auto zu finden, berichtete der Weltmeister, der nach seinem Ausfall in Malaysia vor allem hofft, "dass der Motor im Rennen hält".

Vettel startet aus Reihe vier

Die Konkurrenz konnte mit den Silberpfeilen im Qualifying nicht Schritt halten, allerdings etablierte sich Ferrari ein wenig überraschend als zweite Kraft hinter Mercedes.

Sebastian Vettel hatte dabei als Vierter erneut das Nachsehen gegenüber seinem drittplatzierten Teamkollegen Kimi Räikkönen, zudem wird der viermalige Weltmeister wegen seiner Kollision mit Rosberg in Malaysia in der Startaufstellung um drei Plätze zurückversetzt.

Nutznießer sind die beiden Red Bull mit Daniel Ricciardo und Max Verstappen, die damit auf die Plätze vier und fünf vorrücken.

"Unser Glaube kann Berge versetzen"

Dennoch war Vettel die Genugtuung darüber anzusehen, dass seine Roten im Qualifying schneller als die hochgelobten Red Bull waren.

"Es hieß ja zuletzt immer, wir seien langsamer als Red Bull, heute hat hoffentlich jeder gesehen, dass das ganz und gar nicht der Fall ist", sagte Vettel und fuhr fort: "Für uns ist das gerade auf dieser anspruchsvollen Strecke ein sensationelles Teamergebnis. Wir haben kein schlechtes Auto, und unser aller Glaube kann immer noch Berge versetzen."

Hülkenberg und Wehrlein enttäuschen

Für die beiden anderen deutschen Fahrer lief das Qualifying nicht ganz so vielversprechend. Nico Hülkenberg musste in seinem Force India auf Platz neun sogar Romain Grosjean im zuletzt kaum konkurrenzfähigen Haas-Ferrari den Vortritt lassen. Esteban Gutierrez stellte auch den zweiten Haas als Zehnter in die Top Ten.

Gar nichts ging bei Pascal Wehrlein und Manor-Mercedes. Der 21-Jährige kam nach etlichen Problemen mit dem Getriebe und den Bremsen nicht über den 22. und letzten Platz hinaus.

Erneut musste Wehrlein damit seinem Teamkollegen Esteban Ocon den Vortritt lassen, die Formel-1-Zukunft des DTM-Champions von 2015 steht mehr denn je in Frage.

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