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Lance Stroll gibt 2017 sein Formel-1-Debüt
Lance Stroll gibt 2017 sein Formel-1-Debüt © Imago

München - Der erst 18-jährige Formel-3-Europameister Lance Stroll übernimmt ab 2017 das zweite Williams-Cockpit. Sein steinreicher und autobegeisterter Vater zückt das Scheckbuch.

Der 18 Jahre alte Kanadier Lance Stroll wird kommende Saison Max Verstappen (19) als jüngsten Formel-1-Piloten ablösen.

Der Formel-3-Europameister gibt wie erwartet bei Williams sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports. Das Toptalent wird Nachfolger von Felipe Massa aus Brasilien, der seine Formel-1-Karriere beendet.

Keine Überraschung ist der Verbleib von Bottas. Der 27-Jährige, der vor einem Jahr noch als möglicher Nachfolger seines Landsmanns Kimi Räikkönen bei Ferrari gehandelt worden war, meinte: "Williams ist wie eine Familie für mich. Es wird ein aufregendes Jahr."

Zum Geburtstag ein Formel-1-Cockpit

Stroll hat erst am 28. Oktober seinen 18. Geburtstag gefeiert und als Geschenk von seinem Vater offenbar ein Formel-1-Cockpit erhalten. 

"Es ist unglaublich, 2017 in der Formel 1 zu fahren. Ich kann Williams gar nicht genug danken. Davon habe ich schon als Kind geträumt", sagte Stroll, Sohn des kanadischen Milliardärs Lawrence Stroll.

Dieser hat laut Forbes 2,4 Milliarden Dollar auf dem Konto und gilt als großer Autofan. So ersteigerte er schon einmal einen Ferrari für 27,5 Millionen Dollar. Zudem besitzt Stroll unter anderem die frühere Formel-1-Rennstrecke Mont Tremblant und hat die Renn-Karriere seines Sohns genau durchgeplant.

Stroll kauft besten Rennstall

Als es mit dem Kauf von Sauber vor zwei Jahren aber nicht wie erhofft klappte, suchte und fand er einen anderen Weg, um seinen Sohn in die Formel 1 zu bringen. Stroll jr. sollte sich über die Formel 3 empfehlen und damit dies auch reibungslos funktionierte, kaufte der Vater mit Prema den besten Formel-3-Rennstall.

In seiner ersten Formel-3-Saison fiel Stroll dennoch nur als Bruchpilot auf und verursachte sowohl in Spa als auch Monza Horrorunfälle.

Ein Jahr später zeigte Stroll jr. eine deutliche Leistungssteigerung und gewann souverän die Formel-3-Europameisterschaft. Am Saisonende stand er bei 14 von 30 Rennen auf dem Podium. Böse Zungen behaupten allerdings, dass dies auch daran lag, dass seine Teamkollegen ihn nicht überholen durften.

Teures Williams-Cockpit

Nun folgt für Stroll der große Sprung von der Formel 3 direkt in die Formel 1. Gerüchten zufolge hat sich Vater Lawrence auch dies einiges kosten lassen.

So soll er bereits Anteile am Williams-Team, ein umfangreiches Testprogramm sowie einen Hightech-Simulator gekauft haben, um seinem Sohn den Einstieg in die Formel 1 zu erleichtern.

"Als ich im Kart angefangen habe, war die Formel 1 das ultimative Ziel. 2017 wird für mich eine große Lernkurve, ich werde alles aufsaugen. Ich werde die Saison von Rennen zu Rennen, von Runde zu Runde angehen", sagte Stroll.

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