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Lewis Hamilton gewann 2016 den Großen Preis von Silverstone © Getty Images

Der Formel 1 droht der Verlust eines weiteren Traditionsstandorts. Die Betreiber der Rennstrecke in Silverstone denken aus finanziellen Gründen über einen Rückzug nach.

Die Betreiber der traditionsreichen britischen Rennstrecke in Silverstone denken über einen Formel-1-Ausstieg ab 2020 nach.

Der British Racing Drivers' Club (BRDC) und sein Präsident John Grant betonen in einem Schreiben an Bernie Ecclestone ihre generelle Bereitschaft, den britischen Grand Prix auch weiterhin auszurichten, deuten aber gleichzeitig an, möglicherweise von ihrer Ausstiegsklausel nach dem Rennen 2019 Gebrauch zu machen.

Als Grund für die Überlegungen nennt der BRDC "das hohe finanzielle Risiko" einer Veranstaltung, mit der man jährlich Verluste mache. Eine Entscheidung soll Mitte dieses Jahres fallen, die Rennen 2017, 2018 und 2019 seien aber auf keinen Fall gefährdet.

"Wenn sie von ihrer Ausstiegsklausel Gebrauch machen, können wir nichts tun", sagte Ecclestone im Gespräch mit ITV News: "Zwei andere Rennstrecken haben uns für diesen Fall schon kontaktiert, wir wollen auf jeden Fall auch nach 2019 einen britischen Grand Prix im Kalender haben."

Silverstone, das sich selbst "Home of British Motor Racing" nennt, hatte im Debütjahr der Formel 1 1950 erstmals den Grand Prix ausgerichtet. Nach zwischenzeitlichen Abstechern nach Aintree und Brands Hatch ist die großzügige Streckenanlage 90 Autominuten nördlich vom Zentrum Londons gelegen seit 1987 permanenter Schauplatz des britischen Grand Prix. Der aktuelle Formel-1-Vertrag läuft bis 2026.

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