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AUTO-F1-PRIX-RUS
Sebastian Vettel kam in der Schlussrunde erst mit Verzögerung an Massa vorbei © Getty Images

In der Schlussrunde des Russland-GP fühlt sich der Ferrari-Pilot von Massa behindert und quittiert die Aktion mit einer drastischen Geste. Massa kontert mit Ironie.

Sebastian Vettel fühlte sich bei seiner Jagd auf den führenden Valtteri Bottas beim Grand Prix von Russland in der Schlussphase von Felipe Massa behindert.

"Was war das?", funkte der Ferrari-Pilot erbost an seine Box, als er in der letzten Runde nicht am vor ihm fahrenden und bereits überrundeten Williams-Fahrer vorbeikam. Wie TV-Bilder zeigen, hat er anschließend sogar den Mittelfinger in Richtung des Brasilianers gezeigt.

Auf dem Podium sah der Deutsche, der am Ende hinter Bottas Zweiter wurde, die Szene so: "Ich war mir sicher, dass Massa mich locker vorbeilassen würde. Aber ich bin mir nicht sicher, was er da gemacht hat. Das hat mich etwas Zeit gekostet, aber das ist jetzt egal."

Massa war sich keiner Schuld bewusst und konnte sich einen kleinen Seitenhieb auf Vettel nicht verkneifen. "Wirklich? Er hat gefunkt? Er beschwert sich doch sonst nie", äußerte sich der Brasilianer ironisch.

"...dann habe ich ihn vorbeigelassen"

"Ich habe innen für ihn vollkommen frei gelassen und habe schon in Kurve 4 verlangsamt, da wollte er aber noch nicht vorbei. Ich habe dann gesehen, dass er innen rein will und ich war ganz links. Dann habe ich ihn gleich danach vorbei gelassen", betonte Massa und ergänzte: "Ich bin sicher, dass er Valtteri nicht in der letzten Runde geknackt hätte."

Der Senior im Feld ist damit schon zum zweiten Mal in dieser Saison für seine Fahrweise kritisiert worden. Beim Grand Prix von Bahrain Mitte April fühlte sich Red-Bull-Pilot Max Verstappen vom 35-Jährigen Massa im Qualifying auf seiner letzten Runde eingebremst.

"Wir bereiteten uns gerade auf unsere letzte Runde vor. Und just bevor ich in die letzte Kurve reinfahren wollte, schob sich Felipe gerade noch vor mich und machte plötzlich langsamer", sagte der Niederländer: "Hinter uns war der Abstand so groß, dass ich mich frage: 'Warum tust du das?"

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