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AUTO-AUS-PRIX-F1
Pascal Wehrlein fährt in dieser Saison für Sauber © Getty Images

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff ist verärgert über Verschwörungstheorien, die sich um die Zukunft von Sauber-Pilot Pascal Wehrlein ranken.

Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff hat sich vor dem China-GP (So., 8 Uhr im LIVETICKER) dafür gerechtfertigt, das Ausmaß der Blessur von Pascal Wehrlein erst so spät öffentlich kommuniziert zu haben.

"Man sollte über den Gesundheitszustand eines Sportlers nicht in den Medien elaborieren", sagte der Österreicher, der zuvor bei RTL angegeben hatte, Wehrlein habe sich bei dem Crash "Wirbel im Halswirbelbereich gestaucht und gebrochen".

Bis dahin war im Zusammenhang mit Wehrlein nur von einer nicht näher definierten Rückenverletzung die Rede gewesen.

Wolff machte dies öffentlich, weil ihm "der Kragen geplatzt" sei, weil "Verschwörungstheorien aufgekommen" seien, die besagten, Ferrari habe ein Interesse daran, dass Wehrleins Ersatzmann Antonio Giovinazzi im Sauber bleibe und dass Wehrlein "eine Prinzessin" sei, "die nicht im Auto sitzen will. All das ist nicht der Fall. Es war eine sehr schwerwiegende Verletzung, die wir eigentlich nicht breittreten wollten. Aber jetzt ist die Zeit, es zu sagen - damit die Leute Ruhe geben."

Wehrlein von Mercedes gefördert

Das Sauber-Team fährt diese Saison mit Ferrari-Motoren, Giovinazzi ist Zögling und Ersatzfahrer der Scuderia - deshalb ist der Rennstall an einer guten Beziehung gelegen. Wehrlein wird wiederum seit langem von Mercedes gefördert.

Über die genauen Verletzungen des Sauber-Fahrers gibt es jedoch widersprüchliche Aussagen.

Sauber-Chefin Monisha Kalteborn sagte in der Bild-Zeitung über Wolffs Statement: "Was Toto genau gesagt hat, weiß ich nicht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es richtig wiedergegeben worden ist, zumal es auch so nicht richtig ist. Die Verletzung trifft die Brustwirbelkörper und nicht die Halswirbel, das hat auch Pascal klargestellt beim zweiten Test in Barcelona."

Bei den Blessuren handle es sich offenbar um "Mikro-Frakturen", wie Kaltenborn erklärte. "Das muss man jetzt nicht dramatisieren, aber man hätte es auch nicht so bagatellisieren sollen wie vorher, als ob er einfach nicht in der Lage ist zu fahren."

Rückkehr in Bahrain?

Wolff rechnet indes mit Wehrleins Rückkehr beim nächsten Rennen in Bahrain (16. April).

"Pascal stemmt fest Hanteln und Gewichte und bereitet sich so gut wie möglich auf Bahrain vor", sagte Wolff am Rande des Rennens in China: "Ich höre nur Gutes, dass er sich wesentlich besser und stärker fühlt. Im Moment spricht alles dafür, dass er in Bahrain im Auto sitzt."

Nach dem Auftaktrennen in Australien verpasst Wehrlein auch den Grand Prix von China wegen Trainingsrückstandes im Zuge einer Verletzung, die sich der Worndorfer im Januar beim sportlich unbedeutenden "Race of Champions" zugezogen hatte.

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