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F1 Grand Prix of Singapore - Practice
Daniil Kwjat hat seinen Formel-1-Cockpit bei Torro Rosso verloren © Getty Images

Torro Rosso zieht die Reißleine und ersetzt den umstrittenen Daniil Kwjat vorerst durch GP2-Champion Pierre Gasly. Die Zukunft des Russen bleibt offen.

Fahrerwechsel in der Formel 1: Der junge Franzose Pierre Gasly wird in den beiden nächsten Formel-1-Rennen in Malaysia (1. Oktober) und Japan (8. Oktober), möglicherweise auch in noch mehr der ausstehenden sechs GPs, den Russen Daniil Kwjat bei Toro Rosso ersetzen.

Gasly gilt als Favorit für die Nachfolge des zu Renault wechselnden Spaniers Carlos Sainz und soll deshalb erste Erfahrungen im Cockpit sammeln.

Dass die endgültige Trennung von Kwjat, die SPORT1-Experte Peter Kohl nach dem Rennen von Singapur nachdrücklich forderte, damit vollzogen sei, dementierte der Rennstall allerdings.

Kohls Forderung: "Erlöst die Formel 1 vom Russen! Kwjat hat lange viele Chancen gehabt. Eine Entwicklungskurve ist nicht festzustellen. Ein verlorenes Auto für Toro Rosso. Das kann man besser und sinnvoller nutzen."

"Nicht sein wahres Potenzial gezeigt"

Das sahen die Italiener unter der Red-Bull-Flagge wohl nun genauso: "Daniil hat in diesem Jahr wegen technischer Probleme, aber auch wegen eigener Fehler, bislang nicht sein wahres Potenzial gezeigt", sagte Teamchef Franz Tost.

"Toro Rosso wurde von Red Bull gegründet, um vielversprechenden Talenten den Weg nach oben zu ebnen." Diese Chance wolle man Gasly, dem GP2-Champion von 2016, nun geben. "Aber auch Daniil bleibt selbstverständlich ein Mitglied der Familie."

Kwjat hatte in der vergangenen Saison bereits seinen Platz bei Red Bull für den Niederländer Max Verstappen räumen müssen. In dieser Saison hat der Russe erst vier WM-Punkte auf dem Konto, sein Teamkollege Sainz bereits 48.

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