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Statt mit den Werks-Yamahas kämpfte Bradley Smith zu Beginn mit Aleix Espargaro
Statt mit den Werks-Yamahas kämpfte Bradley Smith zu Beginn mit Aleix Espargaro © Tech 3

Pol Espargaro und Bradley Smith verlieren gegenüber der Konkurrenz immer weiter an Boden und können in Misano nicht mit den starken Werks-Yamahas mithalten.

19 Sekunden fehlten Pol Espargaro in Misano im Ziel auf Sieger Valentino Rossi, bei Bradley Smith waren es sogar mehr als 23 Sekunden. Bei Tech 3 macht sich angesichts dieses großen Rückstands Ratlosigkeit breit. Bis zum Saisonende möchte man den Rückstand auf das Yamaha-Werksteam bei dem Satellitenteam gerne halbieren, doch aktuell steht man noch vor einem großen Rätsel.

"In Sachen Pace haben Pol und ich hier und generell im Qualifying gezeigt, dass wir so schnell wie Jorge und Valentino fahren können. Mal sind wir etwas schneller, mal etwas langsamer - aber wir bewegen uns immer im gleichen Bereich", berichtet Smith und ergänzt: "Aus irgendeinem Grund haben wir diese Pace im Rennen nicht. Ihre Rennpace ist viel besser als unsere, diese heißen Bedingungen scheinen sie nicht so zu beeinflussen."

Teamkollege Espargaro geht ins Detail und erklärt: "Sonntags ist unsere Rennpace nie so gut wie am Morgen. Wir hatten an der Front ein Problem, das wir so nicht erwartet hatten. Ich denke, es liegt daran, dass die Asphalttemperatur höher als heute Morgen war. Da war es wirklich gut, wir waren sehr schnell. Mit gebrauchten Reifen setzten wir eine gute Rundenzeit. Alles war perfekt - nicht nur gut, sondern perfekt. Da dachte ich, dass wir gute Voraussetzungen hätten."

"Im Rennen machte die Front dann aber verrückte Bewegungen und ich wäre zwei- oder dreimal fast gestürzt. Da habe ich mir gesagt, dass ich lieber einen Gang zurückschalten und abwarten sollte, bis der Tank etwas leerer war. Anschließend wollte ich dann die Andreas (Dovizioso und Iannone; Anm. d. Red.) wieder einholen. Aber ich hätte wirklich hart pushen müssen, um das zu schaffen, und ich wäre wieder fast gestürzt. Es war sinnlos."

Rückstand wächst weiter an

"Die Lücke wird immer größer, wir landen jetzt sogar immer weiter hinter den Ducatis", ärgert sich Smith, der in den letzten acht Rennen nur einmal vor Andrea Iannone auf der Pramac-Ducati ins Ziel kam. "Pol und ich sagen nach den Rennen immer das gleiche und fahren fast die gleichen Rundenzeiten. Das ist frustrierend", sagt der Brite und ergänzt: "Wir können das Motorrad nicht anhalten. Das scheint das Problem zu sein."

"Außerdem belasten wir den Vorderreifen zu sehr. Wenn wir am Kurveneingang zu hart pushen, blockieren wir sofort den Vorderreifen und kommen von der Ideallinie ab", erklärt Smith weiter und Espargaro ergänzt: "Ich bin etwas ratlos. Wir hatten hinten nicht viel Grip und waren auch beim Bremsen nicht gut." In der Teamwertung ist Tech 3 mittlerweile hinter das Ducati-Werksteam auf Rang vier zurückgefallen.

"Wir können nicht den typischen Yamaha-Stil fahren, wir können keinen Speed mit in die Kurven nehmen", berichtet Smith und fügt hinzu: "Wir sind uns nicht sicher, woher diese Probleme kommen. Ich denke, dass sie eher vom Heck der Maschine kommen. Aber nach dem Doppelerfolg von Valentino und Jorge sollten eigentlich genug Daten da sein, um festzustellen, was schiefläuft."

Daher hofft Smith nun auf die Unterstützung des Werksteams: "Es gibt gewisse Dinge, die wir nicht erfahren, da wir ein Satellitenteam sind. Aber es muss eine gewisse Philosophie geben, die uns helfen kann." Denn aktuell tappt man bei Tech 3 laut eigener Aussage noch völlig im Dunkeln, was die Lösung der Probleme angeht. Noch hat man in dieser Saison fünf Rennen Zeit, um die Ursache dafür auszumachen.

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