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Marc Marquez will seinen Fahrstil auch nach seinen Stürzen nicht verändern

Zwei Stürze in zwei Rennen: Marc Marquez fällt in Misano und Aragon mit seinem riskanten Fahrstil buchstäblich auf die Nase, will diesen allerdings nicht ändern

Das Rennen in Aragon war wieder einmal ein Beweis dafür, dass auch Überflieger Marc Marquez nur ein Mensch ist, der Fehler machen kann. Der Spanier stürzte bei seinem Heimrennen bereits zum zweiten Mal in Folge, nachdem er bereits in Misano einen Unfall gehabt hatte, als er Valentino Rossi verfolgt hatte. Trotzdem will der Honda-Pilot sich davon nicht aus dem Konzept bringen lassen oder seinen Fahrstil ändern.

"Nein. Ich weiß, dass Unfälle ein Teil unseres Jobs sind", antwortet Marquez auf die Frage, ob er darüber nachdenke, dass er in einem Rennen möglicherweise schwer stürzen könnte, und ergänzt: "Ich habe keine Angst. Wenn man im Rennen Angst hat, dann kann man nicht schnell sein." Zu Beginn des Jahres ging diese Herangehensweise für Marquez, der die ersten zehn Saisonrennen allesamt gewinnen konnte, auch wunderbar auf.

Doch in den vergangenen beiden Rennen holte er nach seinen Stürzen nur vier Zähler. Eine Premiere für Marquez, der in seiner MotoGP-Karriere noch nie zuvor zweimal in Folge das Podium verpasst hatte. In Misano riskierte er hinter Valentino Rossi zu viel, in Aragon wartete er mit dem Wechsel auf die Regenreifen zu lange. Allerdings stürzte dort nicht nur Marquez, auch Rossi, Teamkollege Dani Pedrosa oder Ducati-Pilot Andrea Dovizioso stiegen bei den schwierigen Bedingungen unsanft von ihren Maschinen ab.

Fakt ist trotzdem, dass der Fahrstil des Weltmeisters extrem risikofreudig ist. Kein anderer Fahrer scheint mit seinem Motorrad so sehr ans Limit zu gehen wie der Spanier. Das macht ihn zwar schnell, aber bürgt eben immer auch Risiken. "In Misano ist es passiert und ich weiß, warum ich gestürzt bin. Ich werde meinen Fahrstil nicht verändern", gibt sich der Honda-Pilot allerdings bestimmt.

Dabei müsste Marquez eigentlich gar nicht mehr unnötig viel riskieren: In der WM hat er vier Rennen vor Schluss bereits 75 Punkte Vorsprung vor dem zweitplatzierten Pedrosa. Doch der Spanier ist ein echter Racer und scheint gar nicht in der Lage zu sein, bewusst langsamer zu fahren. Dass man mit dieser Einstellung allerdings auch böse auf die Nase fallen kann, haben die vergangenen beiden Rennen gezeigt.

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