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Valentino Rossi und Mick Doohan unterscheiden sich grundlegend

Jeremy Burgess ist überzeugt, dass Valentino Rossi Spaß am Rennsport hat und Mick Doohan Spaß am Gewinnen hat: Doohan reagiert auf diese Aussage

Crewchief-Legende Jeremy Burgess begleitete Mick Doohan zu seinen 500er-Zeiten, bevor der Serien-Weltmeister seine Karriere beenden musste. Danach kümmerte sich Burgess um Valentino Rossi, der die Königsklasse ebenfalls für viele Jahre prägen sollte. Burgess kann die beiden Erfolgspiloten entsprechend gut einschätzen und bemerkte irgendwann, dass Rossi durch den Spaß am Wettbewerb angetrieben wird und Doohan durch die Erfolge motiviert wurde.

"Davon weiß ich nichts", bemerkt Doohan im Gespärch mit 'Crash.net'. "Schauen wir uns die Sache einmal an: Man muss fahren, um gewinnen zu können. Ich denke, das ist alles ein Teil des Ganzen. Ich fuhr seitdem ich ein Kind war. Man würde nicht weitermachen, wenn man keinen Spaß daran hat. Ich bin mir nicht sicher, ob es einen großen Unterschied machen würde, weil wir beide einige Titel gewonnen haben."

"Ich bin überzeugt, dass Valentino seine Erfolge auch ein bisschen genießt", erklärt Doohan, der sich zu Rossis überraschenden Crewchief-Wechsel kein Urteil bilden möchte: "Ehrlich gesagt bin ich nicht nah genug dran, um mir ein richtiges Urteil zu erlauben. Er fühlt sich mit Sicherheit ein bisschen jünger, wenn man die Ergebnisse betrachtet. Es scheint, als ob ihm das Fahren mehr Spaß bereitet. Ich denke, wenn dieser Schritt notwendig war, um die Motivation zu erhalten, dann lag er richtig."

Mit dem Sieg beim Grand Prix in Misano hat Rossi bewiesen, dass der Crewchief-Wechsel kein Fehler war. Selbst mit 35 Jahren ist der Italiener noch auf Augenhöhe zu seinen deutlich jüngeren Kollegen. In einer Umfrage von 'Motorsport-Total.com', bei der 790 Leser ihre Stimme abgaben, waren 62,78 Prozent überzeugt, dass Rossi auch im Alter von 35 Jahren noch der Beste ist und trauen ihm weitere Siege zu. Lediglich 37,22 Prozent stufen Marc Marquez als stärker ein.

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