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Aleix Espargaro ist aktuell der beste Fahrer mit einer Kundenmaschine

Aleix Espargaro fühlt sich bereit für die Herausforderung Suzuki - Der Spanier sieht sich nach den Erfolgen der vergangenen Jahre auf dem Höhepunkt seiner Karriere

Seit zweieinhalb Jahren fährt sich Aleix Espargaro die Seele aus dem Leib, doch er bekam nie die Chance auf ein Factory-Bike. Nun hat sich Suzuki die Dienste des Spaniers gesichert. Nach zwei Jahren als bester CRT-Fahrer wird Espargaro in diesem Jahr der beste Open-Fahrer sein. Außerdem stand er einmal auf der Pole-Position und einmal auf dem Podest. Der 25-Jährige hat aus den technischen Möglichkeiten seines Pakets das Optimum herausgeholt. Nun hat Espargaro einen Werksvertrag bei Suzuki in der Tasche.

Dass er Talent hat, hat der Spanier mehrfach bewiesen. Nun muss er mit einem Werk die Entwicklung vorantreiben, damit Suzuki an die großen Erfolge der Vergangenheit anknüpfen kann. "Ich weiß, dass es schwierig werden wird, denn die Tests sind in diesem Jahr nicht so verlaufen, wie Suzuki gehofft hatte", wird Espargaro von 'MotoGP.com' zitiert. "Ich habe viel mit Davide (Brivio, Teammanager; Anm. d. Red.) gesprochen. Ich weiß, dass sie wegen Regens viele Tests absagen mussten."

Ursprünglich wollte Suzuki in dieser Woche in Aragon testen, doch auch dieser Test fiel wegen des Wetters buchstäblich ins Wasser. Deshalb weiß Espargaro, dass die Wintertests in Sepang sehr wichtig werden. "Ich weiß, dass es harte Arbeit und nicht einfach wird. Es ist aber ein Werksteam und sie wollen gewinnen. Sie wollen so viel wie möglich tun, so wie Maverick (Vinales, Teamkollege; Anm. d. Red.) und ich, damit Suzuki wieder an die Spitze kommt.

Die MotoGP-Ära von Suzuki war nicht von Erfolg gekrönt. Chris Vermeulen feierte im verregneten Le Mans im Jahr 2007 den einzigen Sieg. Ende 2011 folgte der Rückzug aus der MotoGP. Der letzte WM-Titel datiert aus dem Jahr 2000, als Kenny Roberts jun. mit der 500er Champion wurde. Das Beispiel Ducati zeigt, wie schwierig es ist, auf das Level von Honda und Yamaha zu kommen. Suzuki startet mit einem komplett neuen Projekt. Brivio gab bei der Präsentation der GSX-RR aus, dass das Level von Ducati das Ziel sein muss.

Auch Espargaro weiß, dass Suzuki beim Comeback nicht ganz vorne mitmischen wird. "Es ist klar, dass es falsch wäre, wenn wir uns mit Honda oder Yamaha vergleichen würden. Wir müssen mit den Füßen am Boden bleiben. Aber auch mit Ducati mitzuhalten, wird schwierig, denn sie haben in jüngster Zeit sehr gut geabeitet und sind auch in den Rennen konkurrenzfähig geworden. Dovizioso hat ein super Jahr. Wenn ich aber eine Herausforderung annehme, dann will ich an der Spitze kämpfen und so bald wie möglich auf das Podium kommen."

Suzuki hat für das Comeback mit Espargaro und Vinales zwei Toptalente verpflichtet. Allerdings wird sich zeigen, ob die beiden Spanier auch das Zeug haben, die Entwicklung der GSX-RR voranzutreiben. "Ich bin 25, nicht zu jung, aber ich habe noch viel Zeit vor mir", meint Espargaro bei 'MotoGP.com'. "Die gute Phase meiner Karriere begann vor drei Jahren bei Aspar." 2012 hätte Espargaro eigentlich für Aspar in der Moto2 fahren sollen.

Dann wurde aber Ex-Moto2-Weltmeister Toni Elias verpflichtet, mit dem Jorge Martinez in der mittleren Klasse um den WM-Titel kämpfen wollte. Deshalb bekam Espargaro den Platz im MotoGP-Team. Zu diesem Zeitpunkt wusste niemand, wie sich die damals neue CRT-Klasse entwickeln würde. Espargaro nutzte die Chance und sein Stern ging auf. "Er hat an mich geglaubt, als ich nichts anderes hatte", bedankt er sich bei Martinez. "Ich bin in Jorges Team gewachsen."

"Und auch in diesem Jahr bei Forward bin ich weiter gewachsen. Ich weiß nicht, ob es richtig ist, wenn ich das sage, aber ich bin auf dem Höhepunkt meiner Karriere. Ich bin für diese Herausforderung bereit und werde hart arbeiten, damit ich für Suzuki gute Ergebnisse erziele." Aktuell ist Espargaro WM-Sechster. Damit ist er nicht nur der beste Open-Fahrer, sondern auch der beste Fahrer eines Satellitenteams.

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