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Jorge Lorenzo drehte auf abtrocknender Fahrbahn die schnellste Runde

Ein sintflutartiger Wolkenbruch sorgt in Sepang für Verzögerungen: Jorge Lorenzo fährt schließlich auf abtrocknender Strecke vor Marc Marquez die schnellste Runde

Das Wetter spielte am ersten Trainingstag für den Grand Prix von Malaysia eine große Rolle. Zunächst fand das Vormittagstraining im Trockenen statt und Honda-Pilot Dani Pedrosa setzte sich knapp vor Aleix Espargaro (Forward-Yamaha) und Jorge Lorenzo (Yamaha) an die Spitze. Pünktlich zu Beginn des Nachmittagstrainings fing es zu schütten an und der Sepang-Kurs wurde unter Wasser gesetzt. An ein Fahren war zunächst nicht zu denken und die Rennleitung brach nach fünf Minuten ab.

Sicherheitsdirektor Franco Uncini drehte mit dem Safety-Car einige Runden. Der Regen hörte aber rasch auf und mit 20 Minuten Verspätung standen den MotoGP-Assen schließlich die vollen 45 Trainingsminuten zur Verfügung. Der Asphalt in Sepang trocknet aufgrund der hohen Temperaturen für gewöhnlich rasch auf. Scott Redding (Gresini-Honda) war der erste Fahrer auf der Strecke. Weltmeister Marc Marquez (Honda) und Valentino Rossi (Yamaha) folgten. Nach wenigen Minuten waren alle Fahrer mit den Regenreifen von Bridgestone auf der Strecke.

Die Piste blieb bis Trainingsende nass, aber sie trocknete in rasendem Tempo. Hatte das Safety-Car noch Mühe mit Aquaplaning, so war die Strecke gegen Trainingsende in vielen Abschnitten schon wieder beinahe trocken und es spritzte nur noch wenig Gischt von den Reifen hoch. Mit Slicks konnte nicht gefahren werden und die Rundenzeiten blieben rund 13 Sekunden über den Marken vom Vormittag. Somit ist bis zum morgigen dritten Freien Training das Vormittagsergebnis für den direkten Einzug ins Q2 ausschlaggebend.

Trotz der rutschigen Strecke wurde viel trainiert und es gab kaum Zwischenfälle. In den letzten fünf Minuten stürzte Andrea Iannone in der Zielkurve von seiner Ducati. Als der Italiener davonging, hielt er sich den linken Ellbogen. Ansonsten gab es bis auf harmlose Ausritte keine Stürze. Die Bestzeit auf abtrocknender Strecke ging an Lorenzo. Der zweifache Saisonsieger fand am Ende eine konstante Pace. Seine schnellste Runde fuhr der Spanier in 2:14.503 Minuten.

Marquez war um 0,242 Sekunden langsamer und reihte sich als Zweiter ein. Für die Fahrer war es in erster Linie ein wichtiger Test, denn Marquez war in den letzten Runden an der Box, nur um dann noch einmal für zwei Runden auf die Strecke zu gehen. Sein Honda-Teamkollege Pedrosa landete mit einer Sekunde Rückstand auf Position drei.

Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso wurde Vierter, während Rossi nur an der 15. Stelle zu finden war. Stefan Bradl (LCR-Honda) fuhr zwölf Runden und reihte sich auf Platz sieben ein. Hector Barbera konnte sich mit der Avintia-Ducati einen sechsten Rang notieren, während auch Nicky Hayden mit der Open-Honda in die Top 10 fuhr.

Für die Fahrer ging es in erster Linie darum, an der Regenabstimmung zu arbeiten und ein Gefühl für die nasse, beziehungsweise abtrocknende Strecke zu finden. Das Qualifying beginnt am Samstag um 08:10 Uhr MESZ.

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