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Honda-Pilot Efren Vaquez eroberte nach Indianapolis seinen zweiten Saisonsieg

Efren Vazquez feiert in Sepang seinen zweiten Saisonsieg - Jack Miller verkürzt mit Platz zwei seinen WM-Rückstand auf Alex Marquez auf elf Punkte

Die Titelentscheidung in der Moto3-Klasse findet wie im Vorjahr beim Saisonfinale in Valencia statt. Jack Miller (KTM) eroberte beim Grand Prix von Malaysia in Sepang den zweiten Platz, während Alex Marquez (Honda) nur als Fünfter über die Linie fuhr. Damit hat Miller seinen Rückstand vor dem entscheidenden Showdown in Spanien auf elf Punkte reduziert. Den Sieg in Sepang eroberte Efren Vazquez (Honda) vom Racing-Team-Germany. Hinter Miller kam Alex Rins (Honda) als Dritter über die Ziellinie.

Über 18 Runden lag eine große Spitzengruppe beisammen. In der letzten Runde kämpften schließlich noch acht Fahrer um die Podestplätze. Eine entscheidende Szene spielte sich zu Beginn der letzten 5,5 Kilometer ab: Als mehrere Fahrer nebeneinander die erste Kurve anbremsten, wurde Marquez abgedrängt und fiel hinter Danny Kent auf Position fünf zurück. Der Spanier fand in der letzten Runde keinen Weg mehr an der Husqvarna vorbei.

Die Entscheidung um den Sieg fiel in der letzten Kurve. Miller, Vazquez und Rins bremsten fast gemeinsam die letzte Ecke an, Vazquez kam als Erster am anderen Ende heraus und hatte auf der Ziellinie 0,213 Sekunden Vorsprung auf Miller. "Es war ein wirklich hartes Rennen, so heiß", sagt Vazquez. "Nach vier oder fünf Runden baute der Hinterreifen bereits stark ab. Da wollten wir einfach clever sein und ruhig bleiben. In den letzten Runden gab ich dann alles und wir haben es geschafft. Ich bin sehr glücklich." Es war nach Indianapolis sein zweiter Saisonsieg.

Trotz der knappen Niederlage war es ein wichtiger zweiter Platz für Miller, denn zwei Fahrer schoben sich zwischen ihn und Marquez. Miller musste sich im Spitzenfeld als einziger KTM-Fahrer gegen die versammelte Honda-Power wehren. "Ich habe alles gegeben, um irgendwie zu überleben und die Entscheidung auf Valencia zu verschieben", sagt Miller nach dem Rennen.

Vor allem auf der Bremse war der Australier stärker als die Konkurrenz, während die Honda-Fahrer auf den Geraden im Vorteil waren. "Elf Punkte Rückstand sind schon viel besser als das, wo wir noch vor zwei Rennen standen. Wir müssen so weitermachen und hart arbeiten." Nun hat Miller beim WM-Finale weiterhin alle Chancen, mit einem WM-Titel in die MotoGP aufzusteigen.

Rins kletterte als Dritter auf das Podest. Beim Saisonfinale geht es zwischen Vazquez und Rins noch um Rang drei in der WM. "Ich freue mich sehr über diesen dritten Platz", so der Spanier. "Wir haben am gesamten Wochenende hart gearbeitet. So gut haben wir noch nie gearbeitet. Vielen Dank an mein Team und Honda für die Unterstützung. In Valencia kann ich zwar nicht mehr den Titel gewinnen, aber wir haben es sehr genossen."

Marquez war nach dem Rennen nicht glücklich. Im Laufe des Rennens kam es zu vier Berührungen zwischen Miller und Marquez. Meistens bremste sich Miller innen vorbei, Marquez musste immer zurückstecken, denn er hatte mehr zu verlieren. Nach dem Rennen gab es auch Diskussionen mit den Offiziellen. Dennoch hat er mit elf Punkten Vorsprung die besten Karten für Valencia. In der Konstrukteurs-WM hat Honda mit dem Sieg von Vazquez den Vorsprung auf KTM auf neun Punkte ausgebaut.

Hinter Marquez belegten Alexis Masbou (Honda), Niccolo Antonelli (KTM) und Jakub Kornfeil (KTM) die Plätze sechs bis neun. Karel Hanika (KTM) und Enea Bastianini (KTM) kamen jeweils alleine fahrend als Neunter und Zehnter ins Ziel. Im spanischen Duell um Platz elf setzte sich Juanfran Guevara gegen Jorge Navarro (beide Kalex-KTM) durch. Hinter Hafiq Azmi (KTM) und Alessandro Tonucci (Mahindra) sammelte Remy Gardner (KTM) als 15. den letzten WM-Punkt. Es war der erste für den Sohn von Ex-Weltmeister Wayne Gardner.

Damit gingen die beiden Deutschen auch in Malaysia leer aus. Luca Grünwald (Kalex-KTM) musste sich um drei Zehntelsekunden Gardner beugen und wurde 16. Philipp Öttl (Kalex-KTM) beendete das Rennen auf Position 18. Insgesamt kamen nur 20 Fahrer ins Ziel. Unter den Ausfällen waren auch die beiden VR46-Fahrer Romano Fenati und Francesco Bagnaia, die ihre KTM mit technischem Defekt abstellen mussten.

Auch Brad Binder (Mahindra) musste mit Defekt aufgeben. Miguel Oliveira stürzte schon in der ersten Runde von seiner Mahindra, während John McPhee (Honda) in der letzten Runde zu Boden ging. Bis dahin hatte der Schotte in der Spitzengruppe mitgemischt. Das WM-Finale findet am 09. November in Valencia (Spanien) statt.

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