vergrößernverkleinern
"Tito" Rabat reichte der dritte Platz in Sepang zum vorzeitigen Titelgewinn

Maverick Vinales erobert in Sepang seinen vierten Saisonsieg - "Tito" Rabat krönt sich mit Platz drei zum neuen Moto2-Weltmeister - Deutsches Trio in den Top 10

Esteve "Tito" Rabat (Kalex) ist der neue Moto2-Weltmeister. Dem Spanier reichte beim Grand Prix von Malaysia in Sepang ein dritter Platz, um ein Rennen vor Saisonende alles klar zu machen. Sein Landsmann Maverick Vinales (Kalex) eroberte seinen vierten Saisonsieg und seinen zweiten in Folge. Mika Kallio (Kalex) lieferte sich ein enges Duell mit Vinales, musste sich aber als Zweiter geschlagen geben. Dieser zweite Platz war auch zu wenig, um die Titelentscheidung noch zu verzögern. Mit 37 Punkten Vorsprung ist Rabat uneinholbar vorne.

Damit ist Rabat der siebte Spanier, der in der mittleren Klasse Weltmeister wurde. Er tritt damit auch in die Fußstapfen der aktuellen MotoGP-Stars Dani Pedrosa, Jorge Lorenzo und Marc Marquez. Auf dem Weg zum Titel feierte Rabat sieben Saisonsiege. Dazu stand er sechs weitere Male auf dem Podest. Mit neun Pole-Positions war der 25-Jährige auch der Beste im Qualifying.

Rabat ist auf dem Höhepunkt seiner Karriere angelangt und wird in der kommenden Saison der erste Fahrer sein, der versuchen wird, den Moto2-Titel zu verteidigen. "Ich bin sehr glücklich. Ich habe mein Bestes gegeben und hart gepusht", sagt Rabat überwältigt. "Nach einigen Runden begann ich dann allerdings zu rutschen und konnte nicht mehr herausholen. Ich versuchte nur noch, den dritten Platz zu halten. Danke an das Team, meine Familie und meine Sponsoren."

Im kommenden Jahr wird Rabat einen harten Konkurrenten los sein, denn Vinales steigt in die MotoGP auf und fährt für das neue Suzuki-Werksteam. Vor allem im Herbst kristallisierte sich der Moto3-Weltmeister von 2013 als schnellster Fahrer heraus. Mit Sepang gewann Vinales nun drei der vergangenen vier Rennen.

In Malaysia musste er gegen Kallio kämpfen. "Es war unglaublich schwierig. In der ersten Rennhälfte war ich sehr sanft auf dem Gas und konnte die Führenden einholen", berichtet Vinales seine Siegfahrt. "Danach konzentrierte ich mich und gab mein Bestes. Als ich sah, dass Kallio etwas in der langen Kurve verlor, überholte ich ihn und zog davon. Ich denke, dass wir einen sehr guten Job gemacht haben."

Für Kallio reichte es nicht nur im Rennen nur zum zweiten Platz hinter Vinales, sondern auch in der WM muss er beim Saisonfinale noch WM-Rang zwei gegen den Spanier verteidigen. Der Finne hat noch 15 Punkte Vorsprung auf Vinales. "Tito ist Dritter geworden und hat den Titel gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an ihn, er hatte eine tolle Saison, war überall konstant schnell und hat keine Fehler gemacht", gratuliert Kallio seinem Marc-VDS-Teamkollegen Rabat. "Er hat es verdient."

"Trotzdem haben wir bis zum Ende gekämpft und heute hart gepusht. Mein großes Ziel war es, das Rennen zu gewinnen." Dieses Vorhaben ging für Kallio aber nicht auf. "Maverick war in den letzten fünf Runden allerdings zu schnell, auf dem gebrauchten Reifen konnte ich ihm da nicht mehr folgen. Da versuchte ich einfach, auf dem Motorrad zu bleiben und Zweiter zu werden. Bei diesen Bedingungen ist das gar nicht so schlecht."

Cortese, Folger und Schrötter in den Top 10

Lange Zeit fuhr Dominique Aegerter (Suter) hinter dem Top-Trio auf Platz vier, doch am Ende musste sich der Schweizer noch Johann Zarco (Caterham-Suter) beugen und wurde Fünfter. Auf der Ziellinie hatte der Franzose 0,073 Sekunden Vorsprung. Direkt hinter dem Suter-Duo fuhr Julian Simon (Kalex) als Sechster über die Ziellinie. Auch Sandro Cortese (Kalex) büßte in der zweiten Rennhälfte noch Positionen ein.

Zunächst sortierte sich der Deutsche beim Start an der zweiten Position ein, beendete die erste Runde aber nur noch als Fünfter. Cortese hatte sich im Gegensatz zur Mehrheit der Fahrer für einen härteren Hinterreifen entschieden. Nachdem er lange Position fünf hielt, wurde es im Ziel Rang sieben. Tom Lüthi (Suter) setzte sich im Duell um Platz acht gegen Jonas Folger (Kalex) durch. Marcel Schrötter (Tech 3) sah die Zielflagge als Zehnter. Somit waren alle drei Deutschen in den Top 10 zu finden.

Die Plätze elf bis 15 gingen an Luis Salom (Kalex), Ricard Cardus (Tech 3), Mattia Pasini (Kalex), Roberto Rolfo (Suter) und Jordi Torres (Suter). Somit sammelte Routinier Rolfo bei seinem Moto2-Comeback zwei WM-Punkte. Randy Krummenacher (Suter) kam nach einem schwierigen Rennen mit einer Runde Rückstand als 26. und Letzter ins Ziel. Somit sind alle WM-Titel in der Moto2 vergeben. Rabat und Marc VDS feierten ihre erste Weltmeisterschaft. Kalex steht bei den Konstrukteuren schon seit Misano als Weltmeister fest. Das Saisonfinale findet am 9. November in Valencia (Spanien) statt.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel