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Philipp Öttl wurde beim Saisonfinale schon früh in einen Unfall verwickelt

Philipp Öttl geriet beim Saisonfinale der Moto3 in Valencia schon früh in einen Unfall und fiel aus - Landsmann Luca Grünwald nach technischen Problemen noch 22.

Das Moto3-Finale in Valencia verlief aus deutscher Sicht äußerst ernüchternd. Philipp Öttl stürzte unverschuldet bereits zu Rennbeginn und musste das Rennen beenden. Luca Grünwald hatte seinerseits mit technischen Problemen am Start zu kämpfen, wodurch ein gutes Ergebnis bereits frühzeitig in weite Ferne rückte. Durch eine starke Leistung holte er sich immerhin noch den 22. Platz. Trotzdem sind die beiden deutschen Hoffnungen alles andere als zufrieden.

"Mein Start war gut, aber eingangs der zweiten Runde hat sich der Rodrigo (Gabriel; Anm. d. Red.) langgemacht", erinnert sich Öttl an sein kurzes Rennen. "Ich habe es gesehen, aber dann ist das Motorrad auf die Strecke zurückgerollt. Alle anderen Piloten konnten vorbeifahren, zum Teil auch, weil sie das Gas zurückdrehten. Ich aber bin frontal gegen seine Maschine geprallt und schwer gestürzt, wobei ich mich zum Glück nicht verletzt habe."

"Auch wenn ich nichts für den Sturz konnte, war das ein Abschluss, der zum bisherigen Saisonverlauf gepasst hat", hadert der 18-Jährige. "Jetzt reisen wir erst einmal nach Hause, drücken dort auf den Reset-Knopf und beginnen dann mit der Vorbereitung aufs nächste Jahr." Abschließend bedankt er sich bei seiner Crew für das in ihn gesetzte Vertrauen und schöpft bereits neue Hoffnung: "Ich bin überzeugt, dass wir uns in der kommenden Saison wieder herankämpfen und an die alten Erfolge anknüpfen können!"

Auch Grünwald hatte zu Rennbeginn Schwierigkeiten: "Am Start wollte ich die Launch-Control aktivieren, was aber beim ersten Drücken nicht funktioniert hat. Beim zweiten Versuch leuchtete am Dashboard das Signal dafür auf, aber gleichzeitig war auch der Speed-Limiter für die Boxengasse aktiviert." Vor dem Wegfahren habe er zunächst den Gang normal einlegen müssen. "Bis ich endlich in Fahrt gekommen war, sind längst alle weg gewesen. Das Glück war heute wieder einmal nicht auf meiner Seite, um diese Saison anständig zu beenden."

An ein gutes Abschneiden im Rennen sei somit bereits am Start nicht mehr zu denken gewesen. "Ich bin das Rennen trotzdem zu Ende gefahren und habe immer versucht, so viel wie möglich aufzuholen", erklärt Grünwald. "Nach ein paar Runden bin ich auch in einen sehr guten Rhythmus gekommen und konnte wirklich starke Zeiten fahren. Als Leader meiner Gruppe war es aber unmöglich, die Lücke zu den Vorderleuten zu schließen."

Sein Fazit fällt dementsprechend nüchtern aus: "Es ist wirklich schade, dass diese Saison nicht schöner zu Ende gegangen ist. In jedem Fall möchte ich mich bei Kiefer Racing und bei meinem gesamten Umfeld mit allen Sponsoren und Gönnern für dieses Jahr in aller Form bedanken! Im Verlauf der vergangenen zwölf Monate konnte ich dank dieser großartigen Unterstützung enorm viele wertvolle und lehrreiche Erfahrungen sammeln."

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