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Dominique Aegerter musste sich Landsmann Tom Lüthi geschlagen geben

Dominique Aegerter holte sich nach einem Raketenstart in Valencia den sechsten Platz - Seinen Schweizer Landsmann Randy Krummenacher warf die Technik zurück

Aus Schweizer Sicht verlief das Moto2-Finale in Valencia alles in allem relativ positiv. Während sich Tom Lüthi in der letzten Kurve den Sieg holte, konnte auch sein Landsmann Dominique Aegerter überzeugen. Durch einen guten Start machte er etliche Positionen gut und wurde am Ende Sechster. Randy Krummenacher hadert seinerseits mit der Technik und ist mit seinem 22. Platz in Spanien weniger zufrieden.

"Das war wohl der beste Start meiner Karriere; ich bin noch vor der ersten Kurve von Rang elf auf Rang drei vorgestoßen", erinnert sich Aegerter an den Beginn des letzten Rennens der Saison 2014. "Danach habe ich mit Zarco gekämpft, aber dann einige Zehntelsekunden wegen der Kollision zwischen Maverick Vinales und Mika Kallio verloren. Rabat und Lüthi haben an der Spitze natürlich nicht auf uns gewartet."

Dann sei es noch schlimmer gekommen: "Als Morbidelli Mitte des Rennens auf Platz vier direkt vor mir umgefallen ist, bekam ich Probleme mit der Front. Ich konnte in den Bremszonen nicht mehr reinhalten wie gewünscht. Ich habe alles gegeben und kann mir nichts vorwerfen. Aber ich bedauere es natürlich sehr, dass ich es nicht geschafft habe, den vierten Platz im WM-Gesamtklassement wieder zurückzuerobern." Den musste er Lüthi überlassen, Aegerter wurde Gesamtfünfter.

Landsmann Krummenacher bedauert ein Technikproblem, das ihm einen Strich durch die Rechnung gemacht hat: "Ich bin richtig verärgert, dass heute wegen eines Schaltproblems sichere Punkte verloren gegangen sind. Bei diesem Zwischenfall in Kurve 12 ist beim Runterschalten der Gang auf neutral gesprungen, und dabei hat das Hinterrad kurz blockiert. Ich habe absolut keine Ahnung, wieso das passiert ist." Immerhin sei er nicht gestürzt, "aber bei meinem Umweg durch das Kiesbett sind gleich mehrere Fahrer an mir vorbei", denkt der Gesamt-24. zurück.

"Es ist wirklich sehr schade, dass das Jahr 2014 auf diese Art und Weise zu Ende gegangen ist. Bis zu diesem Fehler war das Rennen im Großen und Ganzen okay", findet Krummenacher. So gebe es einige positive Aspekte, die er ins neue Jahr mitnehme: "Ich war wieder schneller als an den Trainingstagen. Darüber hinaus bin ich in letzter Zeit stärker geworden, auch wenn meine Situation nicht immer einfach zu meistern war. Vor allem während der zweiten Saisonhälfte war es oft schwierig, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren."

Trotz des unversöhnlichen Saisonabschlusses gehe er mit gestärktem Selbstvertrauen in die Winterpause. "Ich werde viel und ungleich härter trainieren, um mich in vielen Bereichen zu verbessern. Die neue Saison beginnt für mich mit fünf Testtagen mit meinem neuen Team schon sehr bald. Darauf freue ich mich wirklich. Es wartet eine Menge Arbeit auf mich, und ich bin bereit, diese Herausforderung in Angriff zu nehmen." Schließlich nimmt er Abschied von seinem Team: "Es war eine Freude, mit euch zu arbeiten, ich habe jederzeit einen großartigen Rückhalt bekommen. Danke Jungs, ihr wart großartig."

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