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Vizeweltmeister Valentino Rossi fuhr am Montag die viertschnellste Zeit

Beim Nachsaisontest in Valencia gibt Yamaha das Tempo vor: Valentino Rossi lobt die 2015er-Yamaha, wartet aber weiter auf das neue Seamless-Getriebe

Yamaha kam im finalen Drittel der Saison 2014 immer besser in Schwung und feierte nach einer schwachen ersten Saisonhälfte immerhin noch vier Siege. Valentino Rossi und Jorge Lorenzo konnten Marc Marquez bei den finalen Rennen stärker unter Druck setzen und den 21-Jährigen zu Fehlern verleiten. Rossi hofft, zu Beginn der kommenden Saison näher dran zu sein, um Marquez vom Thron zu verdrängen.

Die 2015er-M1 soll ihm dabei helfen. "Die japanischen Ingenieure meinten, ich würde exakt das gleiche Gefühl haben. Doch ich erkannte Unterschiede", bemerkt Rossi nach dem Test in Valencia. Rossi fuhr die viertschnellste Zeit des Tages und war in Schlagdistanz zu Teamkollege Lorenzo, der die Tagesbestzeit aufstellte. Lediglich 0,275 Sekunden lag Rossi zurück. Der Italiener spulte 42 Runden ab.

"Das neue Chassis ist in einigen Bereichen anders. Ich bin zufrieden, weil es besser ist. Ich habe wenige Schwierigkeiten am Kurveneingang. Ich war direkt schneller. Deswegen haben wir mit dem neuen Motorrad weitergemacht", berichtet der Vizeweltmeister der Saison 2014. "Es war ein positiver Tag. Wir erwarteten keine Wunder, doch es gab einige Fortschritte zu vermelden."

"Wichtig ist die Performance auf der Strecke. Wenn man seine Gegner unter Druck setzen kann, dann ist das gut. Am Ende der Saison waren wir viel näher dran als zu Beginn. Wir müssen im Winter gut arbeiten, damit wir zu Beginn der neuen Saison so konkurrenzfähig sein können", fordert der 35-Jährige, der in der kommenden Saison noch einmal um den Titel kämpfen möchte.

Das Seamless-Getriebe der Yamaha funktioniert momentan noch nicht beim Runterschalten. Die Yamaha-Piloten setzen die japanischen Ingenieure unter Druck, dieses Feature bald nachzureichen, um näher an die Honda RC213V heranzukommen. Kommt das Update beim Sepang-Test? "Ich hoffe. Doch ich weiß momentan nicht mehr als alle anderen. Wir fragen, wann es soweit ist, doch bisher wurden wir noch vertröstet", erklärt Rossi.

Um Gewicht zu sparen, hat Yamaha einen neuen Auspuff nach Valencia gebracht. Bereits im Sommer erhielten Rossi und Lorenzo von Akrapovic neue Endschalldämpfer. "Ich habe den neuen Auspuff probiert, der leichter ist. Er ist kürzer und dadurch leichter. Er ist nicht schlecht, doch wir müssen das Mapping noch optimieren. Der Unterschied ist ziemlich gering. Der Auspuff macht sich lediglich beim Gewicht bemerkbar", so Rossi.

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