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Die Formel 1 kehrte 2014 nach Österreich zurück, die MotoGP folgt im Jahr 2016

Im Jahr 2016 wird die MotoGP auf den Red-Bull-Ring zurückkehren: Der Grand Prix von Österreich hat eine lange Tradition - Auch Valentino Rossi hat gute Erinnerungen

Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz hat seinen nächsten Coup geschafft. Wie beim Saisonfinale in Valencia bekannt wurde, unterzeichnete der Österreicher mit Dorna-Boss Carmelo Ezpeleta einen neuen Vertrag. Ab 2016 kehrt die MotoGP nach Österreich zurück und wird auf dem Red-Bull-Ring gastieren. Schon in diesem Jahr holte Mateschitz die Formel 1 zurück in die Steiermark. Das erste Rennwochenende war ausverkauft und ein voller Erfolg.

Obwohl der Trend zu Rennen im arabischen Raum, nach Asien und Südamerika geht, wird Österreich in Zukunft wieder einen festen Platz im Formel-1- und im MotoGP-Kalender haben. Für die Königsklasse auf zwei Rädern ist Österreich ein bekanntes Terrain. Die Heimat des Grand Prix von Österreich war über viele Jahrzehnte der Salzburgring. 1971 gastierte die Motorrad-WM erstmals in der Alpenrepublik und die Rennen auf dem Salzburgring waren damals auch gleich der Saisonauftakt.

Giacomo Agostini gewann 1971 die 500er und die 350er-Klasse mit einer MV Agusta. Bei den 250ern war Silvio Grassetti (MZ) erfolgreich, in der 125er-Klasse gewann Angel Nieto mit einer Derbi, und in der 50er-Klasse holte sich Jan de Vries (Kreidler) den Sieg. Mit Ausnahme von 1980 war der Salzburgring von 1971 bis 1991 Fixbestandteil der Motorrad-WM. 1993 und 1994 kehrte die Königsklasse zum letzten Mal nach Salzburg zurück. Mick Doohan hieß er letzte 500er-Sieger auf dem Salzburgring.

1996 und 1997 folgten zwei Gastspiele auf dem damals neu umgebauten Österreichring in der Steiermark. 1996 gewann Alex Criville, 1997 trug sich Doohan auch in die Siegerliste auf dem A1-Ring ein. Während im Jahr 1996 alle Augen auf das Duell Criville gegen Doohan gerichtet waren, fuhr in der 125er-Klasse ein aufkommender Champion seine erste Saison: Valentino Rossi.

An jenem 4. August 1996 kam Rossi hinter Ivan Goi und Dirk Raudies als Dritter ins Ziel. "Ich habe gute Erinnerungen an Österreich, denn dort habe ich im Jahr 1996 meinen ersten Podestplatz erobert", weiß Rossi auch heute noch ganz genau. "1997 hat mich Ueda um 0,004 Sekunden auf der Ziellinie geschlagen." Rossi stand bei beiden Rennen auf dem Podest, konnte aber nicht gewinnen. Somit könnte er bei der Rückkehr nach Spielberg im Jahr 2016 ein weiteres Land in seine persönliche Siegstatistik eintragen.

"Ich freue mich darauf, nach Österreich zurückzukehren. Für die 125er-Motorräder war es eine sehr breite und sehr schnelle Strecke. Vielleicht war sie für die 125er-Klasse sogar zu schnell. Mit der MotoGP kann es interessant werden", meint Rossi über das Layout des Red-Bull-Rings. Der 35-Jährige ist der einzige aktive Fahrer, der Mitte der Neunzigerjahre auf dem A1-Ring gefahren ist. Sollte Rossi seinen Yamaha-Vertrag nicht weiter verlängern, dann wäre 2016 sein letztes aktives Jahr in der MotoGP.

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