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Cal Crutchlow erwartet nicht, dass er bei LCR volle Honda-Unterstützung erhält
Cal Crutchlow erwartet nicht, dass er bei LCR volle Honda-Unterstützung erhält © LCR-Honda

Trotz Werksmaschine im Nachteil: Cal Crutchlow erklärt, warum er sich bereits damit abgefunden hat, bei LCR nicht das gleiche Material wie die Werkspiloten zu erhalten

Seinen Status als Werksfahrer hat Cal Crutchlow erst einmal verloren. Der Brite tauscht seine Ducati 2015 gegen eine Satelliten-Honda ein und wechselt zu LCR. Obwohl er dort ein Werksmotorrad bekommt, ist sich Crutchlow bewusst, dass er nicht die gleiche Unterstützung wie Marc Marquez und Dani Pedrosa erhalten wird. Dem 29-Jährigen, der dieses Szenario bereits aus seiner Zeit bei Tech 3 kennt, macht das allerdings wenig aus.

"Sicher wird das Motorrad eine Werksmaschine sein", sagt Crutchlow im Gespräch mit 'MotoGP.com', ergänzt jedoch: "Du wirst nie genau das bekommen, was Dani und Marc haben, denn sie sind die Werkspiloten, aber du kommst nahe ran und du bekommst genug. Das war bei Tech 3 schon so. Du bist immer einen Schritt dahinter. Aber ich bin gespannt darauf, was Honda bringt und sie haben immer ein fantastisches Motorrad gehabt, welches konkurrenzfähig ist."

Im vergangenen Jahr konnten die Satelliten-Piloten allerdings nicht mit Marquez und Pedrosa mithalten. Stefan Bradl beendete die WM auf Rang neun, Alvaro Bautista wurde sogar nur Elfter. Lediglich in Le Mans schaffte der Spanier es einmal aufs Podium. Die Konsequenz: Beide Piloten mussten gehen, mit Crutchlow und Scott Redding dürfen sich 2015 zwei neue Piloten an der RC213V versuchen.

"Priorität hat für mich, dass ich selbst konkurrenzfähig und so nah an der Spitze wie möglich bin, dann schauen wir nach anderen Dingen", so der LCR-Neuzugang, der mit Jack Miller auch noch einen neuen Teamkollegen bekommt. "Jack ist jemand, den man in den nächsten paar Jahren in der MotoGP auf dem Zettel haben muss, aber es ist ein großer Schritt für ihn und ich freue mich darauf zu sehen, wie er klar kommen wird", so Crutchlow.

"Ich werde ihm nicht allzu viele Tipps geben, denn ich denke, dass er das selbst herausfinden kann und er hat schon mehr Zeit auf einem Honda-MotoGP-Motorrad gehabt als ich. Wir wissen, wozu er in der Lage ist, und ich bin mir sicher, dass die Stimmung in der Box mit Jack und mir gut sein wird. Ich werde mir ein paar Streiche für ihn ausdenken, aber erst einmal müssen wir ihm die Mähne rasieren", so der Brite mit einem Lächeln.

Im vergangenen Jahr brachte Crutchlow sein Platz im Ducati-Werksteam übrigens bereits ab Mitte der Saison fast nichts mehr. Da sein Wechsel zu LCR bereits feststand, erhielt stattdessen Andrea Iannone im Pramac-Team alle neuen Teile, einschließlich der neuen GP14.2. So neu wird die Situation in der Saison 2015 für Crutchlow also gar nicht sein.

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