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Luigi Dall'Igna leitet seit der Saison 2014 die Ducati-Rennabteilung
Luigi Dall'Igna leitet seit der Saison 2014 die Ducati-Rennabteilung © Ducati

Seitdem Luigi Dall'Igna für Ducati arbeitet, geht es bei den Italienern bergauf: Mit der GP15 liefert der ehemalige Aprilia-Mitarbeiter seine erste Desmosedici ab

Ducati steht momentan im Fokus des Interesses. Die MotoGP-Fans sind gespannt, ob die Italiener mit der GP15 endlich wieder um Siege kämpfen können. Nach dem Titelgewinn in der Saison 2007 ging es bergab, doch seit 2014 können die Ducatisti wieder hoffen. Mit der GP15 steht nun das erste Modell in den Startlöchern, das von Grund auf neu gestaltet wurde. Federführend war Luigi Dall'Igna, der Ducati wieder auf den richtigen Weg führen möchte.

Ende 2013 wechselte der Italiener nach vielen Jahren bei Aprilia zu Ducati. Seitdem weht in der Rennabteilung von Ducati ein anderer Wind. "Meine Arbeit ist es, die Ideen der Gruppe auszuwählen. Ich entscheide, welche Ideen wir umsetzen, um die Performance der Maschine zu verbessern", erklärt Dall'Igna, der sehr strategisch vorgeht und immer ein offenes Ohr hat.

"Ich versuche, den anderen Mitarbeitern zu kommunizieren, dass wir nicht zwangsläufig meine Idee verfolgen müssen. Wir müssen uns für die beste Idee entscheiden. Wenn jemand denkt, dass ich falsch liege, dann müssen sie mich überzeugen, meine Meinung zu ändern. Doch ich habe als Technischer Direkter und als Rennleiter von Ducati das letzte Wort. Ich muss die finale Entscheidung treffen", so der Ducati-Corse-Chef.

MotoGP-Projektleiter Paolo Ciabatti erinnert sich an die Unordnung, die vor einigen Jahren bei Ducati herrschte: "Als ich hier angefangen hatte, war die Lage schwierig. Filippo (Preziosi; ehemaliger Rennleiter) war gerade gegangen und die Team-Organisation war nach den erfolglosen Jahren nicht mehr gut. Es gab auch Spannungen zwischen einigen Leuten. Wir mussten daher die Organisation umstellen. Gigis Verpflichtung war da eine große Hilfe. Damit hatten wir in technischer Hinsicht eine klare Führungsfigur."

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