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Stefan Bradl
Auch die Teilnahme beim Grand Prix in Brünn ist für Stefan Bradl sehr fraglich © Getty Images

Motorrad-Pilot Stefan Bradl steht vor dem Abschied vom krisengeschüttelten MotoGP-Team Forward Racing.

"Ich habe am Montag mit Crew-Chief Sergio Verbena telefoniert", sagte der Zahlinger bei Speedweek.com am Dienstag: "Er klang alles andere als zuversichtlich, was die Teilnahme am Brünn-GP und an den restlichen Rennen betrifft." Der 25-jährige Bradl führte aus, er müsse zunächst seine "Vertragssituation mit Forward klären. Erst danach kann ich ernsthaft mit einem anderen Team reden."

Wegen weitreichender Probleme hatte Forward am Montag seinen Verzicht auf den Großen Preis von Indianapolis/USA (9. August) erklärt.

Am 16. August geht es in Brünn/Tschechien weiter, auch dieses Rennen ist fraglich. Forward-Boss Giovanni Cuzari sitzt seit dem 13. Juli wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung und Geldwäsche in Untersuchungshaft, der Hauptsponsor ist abgesprungen: "Das Überleben des Teams ist gefährdet", hatte Forward mitgeteilt.

"Natürlich würde ich die restlichen Rennen gerne fahren. Für Indy drängt die Zeit, das ist klar", sagte Bradl: "Ein paar anständige Rennen würden mir auch bei den Verhandlungen für 2016 helfen."

Bradl hatte vor knapp vier Wochen bei einem Sturz einen Kahnbeinbruch erlitten, nach eigenen Angaben verläuft die Heilung der Fraktur nach Plan. "Der Arzt hat aber auch festgestellt, dass die zehn oder elf Tage bis zum Indy-GP noch gut tun würden, weil es normalerweise sechs Wochen dauert, bis man das Handgelenk wieder voll belasten darf", sagte Bradl.

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