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Philipp Öttl
Philipp Öttl (l.) sicherte sich beim Großen Preis von Indianapolis Platz drei © Getty Images

Der Moto3-Pilot feiert in einem turbulenten Rennen in Indianapolis den größten Erfolg seiner Karriere. Stefan Bradl gibt in der MotoGP einen glückloses Debüt für Aprilia.

Aus der Boxengasse aufs Podest: Moto3-Pilot Philipp Öttl hat beim Großen Preis von Indianapolis/USA den bislang größten Erfolg seiner Karriere gefeiert.

Der 19 Jahre alte KTM-Pilot belegte dank der richtigen Reifenwahl in einem turbulenten Rennen am Sonntag den dritten Platz und stand erstmals auf dem Moto3-Podium.

"Ich weiß gar nicht, was ich dazu sagen soll. Vom letzten Startplatz traut man sich kein Podest zu. Ich hatte nichts zu verlieren, mit dem Podest hatte ich aber nicht gerechnet", sagte Öttl bei speedweek.com.

Öttl war aus der Boxengasse gestartet, nachdem er sich im Gegensatz zu den meisten anderen Piloten bereits nach der Aufwärmrunde gegen Regenreifen entschieden und auf Slicks gewechselt hatte. Die Maßnahme erwies sich als Glücksgriff, da der Großteil der Konkurrenz erst während des Rennens nachzog und von Öttl überholt wurde.

Trotz zum Rennende einsetzenden Regens rettete sich Öttl, der im Qualifying nach einem Sturz den letzten Platz belegt hatte, ins Ziel.

Der Sieg ging an Livio Loi (Honda), der auf Slicks gestartet war und für den ersten belgischen Sieg in der kleinsten Motorrad-Klasse sorgte. Rang zwei ging an Lois britischen Markenkollegen John Mcphee.

Bradl gibt glückloses Debüt

MotoGP-Pilot Stefan Bradl hat indes ein glückloses Debüt für Aprilia gegeben. Im ersten Rennen für seinen neuen Arbeitgeber fuhr der 25-Jährige aus Zahling in Indianapolis nur auf den 20. Platz und landete noch hinter seinem spanischen Teamkollegen Alvaro Bautista, der den 18. Rang belegte.

Der Sieg im ersten Rennen nach der Sommerpause ging an Weltmeister Marc Marquez (Spanien/Honda), der mit seinem dritten Saisonsieg den Rückstand auf WM-Spitzenreiter Valentino Rossi (Italien/Yamaha) verkürzte. Rossi wurde hinter seinem spanischen Markenkollegen Jorge Lorenzo Dritter.

Bradl bestritt auf dem legendären Indianapolis Motor Speedway das erste Rennen nach seiner Kündigung beim Krisen-Team Forward Racing. Zudem feierte der frühere Moto2-Weltmeister sechs Wochen nach seinem in Assen erlittenen Kahnbeinbruch sein Comeback.

Bradl klagt über Schmerzen

Doch die lädierte rechte Hand bereite ihm noch immer Probleme. Bereits nach dem Warmup klagte er über Schmerzen, die ihn auch im Rennen beeinträchtigten. "Es brannte wie Sau, die Hand blockierte mich, ich konnte nicht attackieren", sagte Bradl bei Eurosport2.

Zwar erwischte er einen optimalen Start und arbeitete sich schon in der ersten Runde um vier Positionen auf den 13. Rang vor, doch nach dem verheißungsvollen Start konnte Bradl die Angriffe seiner Rivalen nicht parieren und wurde durchgereicht.

Cortese und Folger enttäuschen

Für Cortese und Jonas Folger verlief das Rennen in der Moto2 äußerst enttäuschend. Cortese (Berkheim) schied nach einem Sturz frühzeitig aus, sein Kalex-Markenkollege Folger (Tordera/Spanien) musste sich trotz Startplatz fünf mit dem zwölften Rang zufrieden geben. "Ich bin enttäuscht. Ich habe nicht mit so einem schlechten Rennen gerechnet", sagte Folger.

Nutznießer von insgesamt neun Ausfällen war Marcel Schrötter (Tordera/Mistral), der auf dem 14. Rang immerhin noch zwei WM-Punkte für sich verbuchte. Florian Alt (Nümbrecht/Suter) beendete das Rennen auf dem 19. Rang. Der Sieg in einem spannenden Finale ging an den spanischen Polesetter Alex Rins (Kalex), der erstmals in der Moto2 triumphierte.

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