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Valentino Rossi
Valentino Rossi (vorne) muss nach seinem Duell mit Marc Marquez in Sepang beim Saisonfinale vom letzten Startpolatz ins Rennen gehen © Getty Images

Der Vize-Präsident des Teams von Marc Marquez schaltet sich in den Streit zwischen dem Spanier und Valentino Rossi ein. Er fordert von dem Italiener ein Schuldeingeständnis.

Die Auseinandersetzung zwischen den beiden MotoGP-Stars Marc Marquez und Valentino Rossi geht in die nächste Runde.

Der HRC-Rennstall des Spaniers veröffentlichte nun die Telemetrie-Daten vom Rennen in Malaysia, die eindeutig belegen sollen, dass Marquez durch einen Tritt von Rossi zu Fall gebracht wurde.

Shuhei Nakamoto, Vize-Präsident von HRC, wandte sich direkt an den italienischen Rivalen.

Er forderte den WM-Spitzenreiter auf, seine Schuld am Sturz von Marquez anzuerkennen. "Wir hoffen, dass Valentino die Sache überdenkt und seinen Fehler eingesteht", sagte der Japaner bei Motorsport Total.

"Gleichzeitig fehlt uns für die im Zusammenhang mit Phillip Island gemachten Anschuldigungen und für das Manöver in Sepang das Verständnis", fügte Nakamoto hinzu und sprach damit die Vorwürfe gegen Marquez an, Rossi beim Skandalrennen in Malaysia absichtlich ausgebremst zu haben, um seinem Landsmann Jorge Lorenzo dem WM-Titel ein Stück näher zu bringen.

Keine geplante Aktion von Marquez

Dass hinter den Aktionen von Marquez eine Strategie des Teams steckt, schloss Nakamoto aus. "Es gibt keinen Grund, warum wir einem Fahrer helfen sollten, der um die Meisterschaft kämpft", ergänzte er.

Auch der Weltverband ergreift nun weitere Maßnahmen nach dem Skandal von Sepang.

Vor dem Großen Preis von Valencia wird es am Donnerstag um 15.30 Uhr eine Krisensitzung mit Fahrern und Teamchefs geben. 

Am Sonntag steht in Spanien das Saisonfinale auf dem Programm (ab 14.00 Uhr im LIVETICKER). Der neunmalige Weltmeister Rossi hat vor dem letzten Lauf sieben Punkte Vorsprung auf seinen spanischen Yamaha-Teamkollegen Jorge Lorenzo.

Gewinnt dieser in Valencia, müsste Rossi Zweiter werden, um den Titel zu holen. Rossi muss wegen des Tritts von Sepang gegen Marquez vom letzten Startplatz aus ins Rennen gehen. Der Italiener hat jedoch Einspruch gegen die Strafe eingelegt.

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