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Valentino Rossi (l.) und Marc Marquez auf einer Pressekonferenz
In der vergangenen Saison gab es großen Zoff zwischen Valentino Rossi (l.) und Marc Marquez © Getty Images

Valentino Rossi kann eine persönliche Beziehung mit Marc Marquez nicht mehr vorstellen. Nach dem Karriereende in der MotoGP plant er Starts mit anderen Boliden.

Italiens Motorrad-Superstar Valentino Rossi hält eine Versöhnung mit seinem spanischen Rivalen Marc Márquez für unmöglich. "Nachdem was geschehen ist, wird es zwischen uns nie wieder eine persönliche Beziehung geben, nicht einmal eine minimale", sagte der 37-Jährige der Gazzetta dello Sport.

Rossi hatte in der vergangenen Saison die Chance auf seinen zehnten WM-Titel verspielt, nachdem er nach Provokationen des Spaniers beim Rennen in Malaysia gegen dessen Honda getreten hatte und beim Finale in Valencia mit seiner Yamaha vom Ende des Feldes starten musste. Weltmeister wurde Rossis Teamkollege und Márquez' Landsmann Jorge Lorenzo.

Durchschaut habe er Márquez schon lange. "In Assen habe ich begriffen, dass er nur mein Freund war, wenn er mich besiegt hatte", sagte Rossi: "Márquez hat mich wirklich verraten. Er sagte, dass er mein Fan ist, doch das war alles Schwachsinn. Ich hatte fast daran geglaubt. Ich war zu einer reifen Rivalität bereit. Doch seinerseits war alles nur eine Lüge."

Auf der Strecke will Rossi seinen neuen Lieblingsfeind aber noch lange bekämpfen: "Wir werden hoffentlich noch einige Jahre Gegner auf der Rennpiste sein. Dort werden wir beide Respekt zeigen müssen. Das ist wichtig."

Zwei Jahre will er noch in der WM fahren. "Dann ist Schluss, ich bekomme schon graue Haare. Mit 39 kann ich aber noch mindestens zehn Jahre lang an den faszinierendsten Autorennen teilnehmen, an den 24 Stunden von Le Mans oder der Dakar", erklärte Rossi: "Das Problem ist, dass man dort zu früh aufstehen muss."

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