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MotoGp of Austria - Free Practice
Philipp Öttl brach beim GP von Italien in der Schlussphase ein © Getty Images

Der Moto3-Pilot führt das Rennen in Mugello bis kurz vor Schluss an, wird dann jedoch durchgereicht. Anschließend findet der Deutsche deutliche Worte.

Motorrad-Pilot Philipp Öttl hat beim Großen Preis von Italien in Mugello eine herbe Enttäuschung erlebt.

Drei Runden vor Schluss eroberte der 21-Jährige im Moto3-Rennen die Führung, musste sich am Ende aber mit dem 14. Platz begnügen. Der KTM-Fahrer verpasste in der WM gleichzeitig das dritte Top-10-Ergebnis der Saison.

"Es war in der Schlussphase katastrophal. Es ist ein Komplett-Versagen", sagte Öttl bei Eurosport 2 und übte heftige Selbstkritik: "Wenn man das Rennen anführt, kann man es gewinnen und wird nicht 14. Ich hab es einfach nicht auf die Reihe gebracht in der letzten Runde."

Lokalmatador Andrea Migno (KTM) feierte beim italienischen Doppelerfolg seinen ersten Grand-Prix-Sieg, Zweiter wurde Fabio Di Giannantonio (Honda) vor dem Spanier Juanfran Guevara (KTM). Im Klassement führt mit jetzt 108 Punkten weiter der in Mugello siebtplatzierte Joan Mir (Spanien/Honda). Öttl (22) liegt auf Rang 13.

"Ich werde voll reinhalten", hatte Öttl vor dem Start angekündigt, nachdem er im Qualifying nur 16. geworden war. Dies gelang zunächst nicht. Der Oberbayer fiel schnell bis auf Rang 22 zurück und musste sich Position um Position zurück nach vorn kämpfen. Drei Runden vor Schluss setzte sich Öttl an die Spitze einer großen Führungsgruppe, wurde dann aber durchgereicht.

Schrötter und Cortese verpassen Top 10

In der Moto2-WM fahren die deutschen Piloten weiter den eigenen Ansprüchen hinterher. Marcel Schrötter belegte in Mugello den elften Platz, sein Teamkollege Sandro Cortese musste sich beim sechsten Lauf mit Rang 19 begnügen und blieb ohne Punkte.

"Es war ein sehr, sehr schwieriges Wochenende. Das Vertrauen zum Motorrad hat gefehlt", sagte Schrötter: "Zumindest konnten wir ein paar Punkte mitnehmen. Ich kann momentan nicht angreifen."

Mattia Pasini feierte beim Heimrennen den elften Grand-Prix-Sieg seiner Karriere, hatte aber erstmals in der Moto2 die Nase vorn. Tom Lüthi (Schweiz) und Alex Márquez (Spanien) zogen im Dreikampf den Kürzeren. Franco Morbidelli wurde Vierter und behauptete seine Führung in der Gesamtwertung. Erstmals in dieser Saison gewann der Italiener nicht, wenn er ins Ziel kam.

Weder Schrötter noch der frühere Moto3-Weltmeister Cortese haben in diesem Jahr ein Top-5-Ergebnis geholt. Schrötter (24) wurde bei seinem bislang besten Rennen in Jerez/Spanien Sechster, Cortese (27) in Argentinien Achter.

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