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Nach 2015 und 2016 peilt Team Porsche beim legendären 24-Stunden-Rennen von Le Mans den dritten Sieg in Folge an. Ein starker Konkurrent will Paroli bieten.

Autobauer Porsche peilt bei den legendären 24 Stunden von Le Mans den Sieg-Hattrick an.

Bei der 85. Auflage des Traditionsrennens (Samstag ab 15 Uhr) wird sich der Titelverteidiger mit Toyota in der Königsklasse LMP1 ein Duell um den Sieg liefern. Audi, das Le Mans in den vergangenen zwei Dekaden geprägt hat wie kein anderer Hersteller, hatte sich 2016 hingegen zurückgezogen.

(Die Reportage "Countdown to Le Mans" am Fr. ab 23 Uhr im TV auf SPORT1)

Und so erwartet die wohl mehr als 200.000 Zuschauer entlang des 13,629 km langen Kurses an der Sarthe bei diesem Mythos von einem Rennen ein Zweikampf zwischen Porsche und Toyota um den Gesamtsieg. Nach dem Last-Minute-Sieg im Vorjahr will die Traditionsmarke aber nicht zu weit vorpreschen.

"Rennen selbst härtester Gegner"

"Le Mans 2017 wird ein extrem hartes Rennen", sagte Projektleiter Fritz Enzinger: "Der härteste Gegner in Le Mans ist und bleibt das Rennen selbst. Den Respekt vor diesen über 5000 km bei Tag und bei Nacht mit oft wechselnden Wetterbedingungen und Geschwindigkeiten von über 330 km/h im permanenten Überrundungsverkehr darf man nie verlieren. Es gibt keine Garantien, es kann immer alles passieren."

(Die Highlights der 24-Stunden von Le Mans am Mo. ab 17 Uhr im TV auf SPORT1)

Wie 2016, als Toyota ein Drama erlebte und in Führung liegend in der letzten Runde ausschied. "Nach dem Geschehen im Vorjahr, geben alle im Team Gas um bereit für diese Herausforderung zu sein", sagte Pilot Kamui Kobayashi. Experten sehen die Japaner in diesem Jahr in der  Favoritenrolle.

Ex-Formel-1-Pilot am Start

Prominentester Fahrer auf dem "Circuit de la Sarthe", der zu zwei Drittel der Strecke aus ganz normalen öffentlichen französischen Landstraßen besteht, ist Rubens Barrichello (LMP2-Klasse).

Der Brasilianer fuhr in der Formel 1 unter anderem für Ferrari an der Seite von Rekordweltmeister Michael Schumacher, 2002 und 2004 wurde er Vizeweltmeister. Nico Hülkenberg, der 2015 mit Porsche gewonnen hatte, startet nicht. Insgesamt fahren in Le Mans 60 Autos, gesteuert von 180 Piloten.

Nachdem die parallele Austragung des Grand Prix von Aserbaidschan in der Formel 1 zu Le Mans 2016 für erheblichen Unmut in der Motorsportwelt gesorgt hatte, bekommt der Klassiker in der französischen Provinz diesmal die ungeteilte Aufmerksamkeit der PS-Fans. Sebastian Vettel und Co. fahren erst nächste Woche in Baku.

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