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Andreas Mikkelsen gab im Shakedown ordentlich Gas und ließ den Polo fliegen
Andreas Mikkelsen gab im Shakedown ordentlich Gas und ließ den Polo fliegen © Volkswagen

Andreas Mikkelsen, Sebastien Ogier und Jari-Matti Latvala im Portugal-Shakedown die Schnellsten - Erstmals drei Polo R WRC der zweiten Generation im Einsatz

Perfekter Einstand in die Rallye Portugal: Volkswagen hat im "Freien Training" zum fünften Saisonlauf der FIA Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) die ersten drei Plätze belegt. Andreas Mikkelsen/Ola Flöne setzten bei ihrem Debüt im Polo R WRC der zweiten Generation prompt die Bestzeit - vor ihren Teamkollegen Sebastien Ogier/Julien Ingrassia und Jari Matti Latvala/Miikka Anttila.

Die Rallye Portugal startet erstmals seit 2001 wieder rund um Porto im Norden des Landes - für die Fahrer- und Beifahrer-Duos bedeutet das, sich auf unbekannte Wertungsprüfungen einzustellen. Den Auftakt bildet nach dem zeremoniellen Start in Guimaraes die Zuschauerprüfung "Lousada", etwa 40 Kilometer nordöstlich des Serviceparks, welcher in den "Exponor"-Messehallen von Porto gastiert.

"Das ist natürlich ein gelungener Einstand mit dem neuen Polo R WRC und ich habe mich sofort gut mit dem Auto zurechtgefunden", freut sich Mikkelsen. "Ich starte erstmals mit dem Auto der zweiten Generation und einiges fühlt sich natürlich anders an als mit dem bewährten Polo, den ich bislang gefahren bin. Alles in allem verkörpert er für mich das ultimative Word Rally Car."

"Wir haben vor der Rallye einen guten Test absolviert und es ist sehr komfortabel, die Gänge jetzt direkt am Lenkrad per Schaltwippe zu wechseln. Der Shakedown selbst war eine sehr anspruchsvolle, rutschige kleine Prüfung, die uns einen guten Vorgeschmack auf die kommenden Tage hier in Portugal gegeben hat."

Weltmeister Ogier war um 1,3 Sekunden langsamer, ist aber dennoch mit seiner Vorbereitung zufrieden. "Ist toll, wieder zurück in Portugal zu sein. Ohne Zweifel ist es eine meiner Lieblingsrallyes und ich freue mich schon darauf, diesmal im Norden zu starten", sagt der Franzose. Er könnte in Portugal zum fünften Mal gewinnen.

Die Herausforderungen sind diesmal aber anders: "Die Wertungsprüfungen sind sehr anspruchsvoll. Fast alles ist neu für uns Fahrer und Beifahrer - und das macht es noch interessanter. Julien und ich werden von Beginn an alles geben. Darauf kann man sich verlassen. Mitentscheidend wird eine clevere Reifenwahl sein. Der Shakedown lief von vorn bis hinten perfekt."

Der Finne Latvala markierte die drittbeste Zeit. Nach den Enttäuschungen zuletzt braucht er ein gutes Ergebnis: "Ich freue mich auf die neue, alte Rallye Portugal im Norden. Die Atmosphäre ist einfach fantastisch und die vielen Fans unterstützen uns Fahrer und Beifahrer frenetisch. Das gibt immer einen Extra-Schuss Motivation."

Einfach werden die nächsten Tage nicht, denn die Straßen sind weicher als in der Vergangenheit an der Algarve. "Der Shakedown war sehr sandig. Diese Art von Schotterstrecken sind auch für die kommenden Tage typisch und sie liegen mir. Wir sind gut in den Rhythmus gekommen und sind bereit für die Rallye Portugal."

Volkswagen Motorsport-Direktor Jost Capito ist mit dem Auftakt zufrieden: "Das Ergebnis des Shakedowns ist natürlich so, wie wir das bei Volkswagen am allerliebsten sehen: drei Polo R WRC vorn. Aber das war nur das 'Freie Training' und bedeutet nicht viel, außer, dass wir uns eine kleine Extra-Portion Selbstvertrauen für die kommenden Tage geholt haben."

"Um Zählbares geht es erst ab heute Abend mit der Auftaktprüfung in Lousada. Sie und die Sonderprüfungen am Freitag werden erst zeigen, wie wir hier im Vergleich zur Konkurrenz stehen, die ihre Fahrzeuge kräftig überarbeitet hat. Eines steht jedenfalls fest: Wir sind hoch motiviert, die Rallye Portugal zu gewinnen."

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