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Ott Tänak brachte den überarbeiteten Ford Fiesta auf dem fünften Platz ins Ziel
Ott Tänak brachte den überarbeiteten Ford Fiesta auf dem fünften Platz ins Ziel © M-Sport/McKlein

Elfyn Evans und Ott Tänak können in Portugal nicht im Spitzenfeld mitmischen - Trotzdem sehen beide viel Potenzial im überarbeiteten Ford Fiesta RS WRC

Der neue Ford Fiesta RS WRC von M-Sport konnte beim WM-Debüt in Portugal nicht das erwartete Potenzial in Topergebnisse umsetzen. Elfyn Evans schied schon früh wegen technischer Probleme aus. Ott Tänak kämpfte am Freitag im Spitzenfeld mit, doch auch durch die Reifenstrategie fiel der Este zurück. Schließlich entschied er sich dazu, den soliden fünften Platz ins Ziel zu bringen. Nach dem vierten Rang in Schweden war das Tänaks zweites zählbares Ergebnis in diesem Jahr.

"Ich habe dieses Wochenende genossen, weil ich ein sehr gutes Gefühl im Auto hatte", attestiert Tänak dem Fiesta ein positives Zeugnis. Neben mehr Motorleistung wurde auch die Fahrbarkeit verbessert. "Wenn ich die vergangenen Rallyes bedenke, dann war es wichtig, ein solides Resultat zu holen. Und genau das habe ich gemacht. Ich muss mich bei den Ingenieuren und dem Team bedanken, denn das Auto macht, was ich will. Es ist ein Traum zu fahren."

"Ohne Zweifel wird auch von mir mehr kommen. Wir haben auch Bereiche entdeckt, wo wir das Auto noch verbessern können. Im Moment denke ich, dass die zweite Saisonhälfte für Elfyn und mich sehr positiv sein wird." In den nächsten Rallyes müssen auch Defekte abgestellt werden. Evans hatte deshalb in Portugal keine Chance, sein Können zu zeigen.

In der ersten Freitagsprüfung war Evans bei der Zwischenzeit schon um drei Sekunden schneller als Sebastien Ogier, aber dann blieb sein Ford stehen. Es gab einen Defekt mit dem elektronischen Gaspedal. Diese Komponente kam schon beim bisherigen Modell zum Einsatz und war geprüft. Am Samstag stand Evans mit dem reparierten Wagen an der Startlinie, doch der 26-Jährige machte einen Fehler. Dabei beschädigte er sich rechts vorne die Radaufhängung und unter der Motorhaube stießen Flammen hervor.

"Das Wochenende verlief natürlich nicht so, wie wir uns das mit einem neuen Auto vorgestellt haben. Trotzdem ist das Gefühl im Team gut", findet Evans. "Es ist klar, dass wir einen Fortschritt erzielt haben. Wir haben auch Bereiche identifiziert, die wir verbessern können. Für mich persönlich war diese Rallye ein Albtraum, denn ich konnte nicht viele Kilometer fahren."

"Zusätzlich hatte ich dann den Nachteil, als Erster starten zu müssen, aber wir müssen es positiv sehen. Ott hat gezeigt, dass in diesem Auto viel Potenzial steckt. Ich sehe das ähnlich. Unsere Kollegen in der Teambasis haben viele Stunden gearbeitet, um die Autos vorzubereiten. Es tut mir leid, dass ich kein gutes Ergebnis geholt habe. Jetzt konzentrieren wir uns auf Sardinien, wo es hoffentlich klappen wird."

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