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Die Polo R WRC waren in Argentinien äußerst defektanfällig
Die Polo R WRC waren in Argentinien äußerst defektanfällig © xpbimages.com

Volkswagen hat nach der Rallye Argentinien eine Menge Hausaufgaben zu erledigen: Technikprobleme legten alle drei Polo R WRC lahm

Die Zuverlässigkeit des Polo R WRC ist normalerweise eine der großen Stärken des Volkswagen-Teams in der Rallye-Weltmeisterschaft. Doch am vergangenen Wochenende war davon bei der Rallye Argentinien nicht viel zu sehen. Alle drei Fahrzeuge blieben aufgrund technischer Probleme auf der Strecke liegen. Dadurch stand zum ersten Mal seit der Rallye Deutschland kein Volkswagen-Fahrer auf dem Podium.

Bei den Defekten war ein bestimmtes Muster zu erkennen, denn sie traten gleich bei mehreren Fahrzeugen auf. "Es sieht so aus als hätten wir Probleme mit der Servolenkung und der Benzineinspritzung, und das ist nicht normal", wird Weltmeister Sebastien Ogier von 'Autosport' zitiert.

Den Franzosen erwischte es als Ersten. Schon bei der ersten Wertungsprüfung am Freitag blieb sein Polo R WRC liegen, nachdem die Benzinzufuhr an einem der vier Zylinder seines Autos ausgefallen war. Der gleiche Defekt führte am Sonntag dazu, dass Jari-Matti Latvala bei der vorletzten Wertungsprüfung auf Rang drei liegend ausrollte.

Eine weitere Baustelle war die Servolenkung. Diese fiel am Freitag am Auto von Andreas Mikkelsen aus, woraufhin er zur Nachmittagsschleife nicht mehr antrat. Am Samstag versagte dann auch am Auto von Ogier die Lenkunterstützung, doch der Franzose kämpfte sich mit dicken Armen ins Etappenziel.

Die sehr unebenen Straßen in Argentinien waren laut Ogier nicht für die Probleme verantwortlich. "Wir wussten, dass diese rauen Bedingungen das Auto fordern würden, aber das Problem, das ich am Freitag hatte, hing nicht mit den Bedingungen zusammen", sagt er. Für Ogier waren die Schwierigkeiten von Argentinien nach einer langen Erfolgsserie auch eine Art Weckruf. "Es ist nie einfach, zu gewinnen. Daher hat man nie Zeit, sich auszuruhen", so Ogier.

Der Weltmeister ist jedoch davon überzeugt, dass sein Team die Probleme bis zur nächsten Rallye in Portugal (21. bis 24. Mai) in den Griff bekommen wird. "Ich bin sicher, dass sie eine Lösung finden werden. Das Team wird alles notwendige tun, um diese Fehler zu korrigieren, und immerhin traten sie bei mir alle an einem Wochenende auf", so Ogier.

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