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Kris Meeke fährt in der zweiten Saisonhälfte um seine WRC-Zukunft
Kris Meeke fährt in der zweiten Saisonhälfte um seine WRC-Zukunft © Citroen

Kris Meeke reagiert auf die Kritik seines Citroen-Teamchefs: Die Vorbereitung für die Rallye Polen war auch von Teamseite nicht optimal

Mit dem Sieg in Argentinien schien Kris Meeke den Durchbruch in der Rallye-Weltmeisterschaft geschafft zu haben, doch die vergangenen Wochen verliefen schlecht. Auf Sardinien flog der Brite schon in der ersten Prüfung ab, in Polen überschlug er sich schon im Shakedown. Für Citroen bedeutete das viel Arbeit. Teamchef Yves Matton sparte nicht mit Kritik: "Wenn ein professioneller Fahrer ein Auto seit über einem Jahr fährt, dann muss er das Fahrverhalten kennen und seinen Fahrstil daran anpassen. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen."

Meeke fährt bei den nächsten sechs Rallyes um seinen Job. In der WM liegt er vor der Rallye Finnland auf dem sechsten Platz. Sein Teamkollege Mads Östberg hat für Citroen zwar noch keinen Sieg vorzuweisen, doch aktuell ist der Norweger WM-Dritter. Fahren Meeke und Östberg auch im nächsten Jahr für den französischen Hersteller? Meeke erwidert die Kritik und versucht seine Situation sachlich zu sehen.

"Niemand kann mir Argentinien wegnehmen. Es war ein Höhepunkt, obwohl Volkswagen ein ganz schlechtes Wochenende hatte. Ich blieb aber realistisch", wird Meeke auf 'WRC.com' zitiert. "Die folgende Rallye in Portugal hat das gezeigt. Ich glaube, dass wir in Portugal eine stärkere Rallye als in Argentinien gezeigt haben. Ich wurde hinter den drei Volkswagen Vierter. Das zeigte unsere Realität."

Argentinien war in diesem Jahr der große "Ausrutscher" von Volkswagen. Alle anderen Rallyes wurden gewonnen. In der WM hat Citroen als Zweiter 89 Punkte Rückstand. Die Konkurrenz hat aus eigener Kraft praktisch keine Chance gegen Volkswagen. "Sardinien war eine große Enttäuschung, Yves Enttäuschung war offensichtlich", nimmt Meeke den Crash auf seine Kappe.

Allerdings war das schwache Abschneiden von Citroen bei der Rallye Polen auch einem anderen Umstand geschuldet, denn im Vorfeld wurde kein Test absolviert. Meeke und Östberg hatten nicht die optimale Abstimmung und bei den hohen Geschwindigkeiten zu wenig Vertrauen. Der Überschlag von Meeke im Shakedown raubte ihm die letzte Zuversicht.

Deswegen will der Brite die Schuld nicht alleine auf sich nehmen: "Es war eine gute Rallye in Polen, wobei uns der fehlende Vortest gehandicapt hat. Wir trafen auch die falsche Reifenwahl. Abgesehen davon hätten wir mit Hayden Paddon kämpfen können, was am Ende der vierte Platz gewesen wäre. Aus meiner Sicht hatte ich einen bösen Unfall in Sardinien."

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