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Co-Pilot Julien Ingrassia (li.) und Sebastien Ogier (re.) feiern den Polen-Sieg
Co-Pilot Julien Ingrassia (li.) und Sebastien Ogier (re.) feiern den Polen-Sieg © Volkswagen

Sebastien Ogier schwärmt nach seinem Sieg bei der Rallye Polen von den hohen Geschwindigkeiten - In der WM ist er auf Kurs zu Titel Nummer drei

Fünfter Saisonsieg und zum sechsten Mal in Folge die Powerstage gewonnen: Sebastien Ogier drückt der WRC-Saison 2015 seinen Stempel auf. Der Weltmeister der vergangenen beiden Jahre lieferte auch bei der Rallye Polen eine makellose Vorstellung ab. Obwohl er an zwei Tagen die Strecken eröffnen musste und einen Nachteil hatte, ging er mit fünf Sekunden Vorsprung ins Finale am Sonntag. Dort ließ er nichts mehr anbrennen und brachte den Sieg nach Hause.

In der WM beträgt der Vorsprung auf seinen Volkswagen-Teamkollegen Andreas Mikkelsen schon komfortable 78 WM-Punkte. Sollte Ogier bei den nächsten drei Rallyes ausfallen und Mikkelsen jeweils gewinnen, würde Ogier immer noch vorne sein. Nur mit Bonuspunkten in der Powerstage könnte Mikkelsen bei drei Siegen die WM-Führung übernehmen. Wie wichtig Bonuspunkte sind, zeigt Ogier, denn er hat schon 18 in diesem Jahr gesammelt.

Frage: "Seb, du bist die Nummer 1 in Polen, obwohl du an zwei Tagen als Erster starten musstest. Ein großer Sieg für dich!"Sebastien Ogier: "Ich fühle mich natürlich sehr gut, so wie bei jedem Sieg. Es ist zwar mein 29. Triumph, aber ich genieße es immer noch sehr. Ich liebe den Geschmack des Sieges. Hier war es an diesem Wochenende nicht so einfach. Ich stand unter Druck. Ich bin die ganze Zeit an meinem Maximum gefahren, vor allem am Samstag. Ich hoffte, das einige Autos vor mir fahren würden, aber das war an diesem Wochenende nicht der Fall. Es ist nicht die schwierigste Rallye, um die Straßen zu eröffnen, weil es schnell ist. Trotzdem war es nicht einfach."

Frage: "War es schwierig, als Erster zu starten?"Ogier: "Das ist schwierig zu erklären. Die beste Antwort war der kurze Sonntag, nur 30 Kilometer. Ich habe beide Prüfungen mit einem kleinen Vorsprung gewonnen. Ich habe aber nicht gepusht, nicht mehr als an den anderen Tagen. Vielleicht habe ich an den anderen Tagen etwas mehr gepusht. Ich kämpfe nicht gegen kleine Kinder. Jeder pusht hart."

Frage: "Es war eine sehr schnelle Rallye. Die Geschwindigkeiten sind unglaublich hoch."Ogier: "Ja, unglaublich. Wir haben in der Recce gesehen, wie schnell es ist. Im Rennen war das Tempo aber noch höher. Es ist ein fantastisches Gefühl, diese Straßen mit diesem Tempo zu fahren. Freunde haben mir erzählt, dass sie im Fernsehen gesehen haben, dass wir schneller als der Helikopter waren! Es müssen großartige Bilder gewesen sein. Glaubt mir, im Auto ist es sensationell."

Frage: "Hast du an diesem Wochenende Fehler gemacht?"Ogier: "Mein größter Fehler war ein wenig die Reifenwahl. Jeden Tag war das ein Problem. Am Samstag war es nicht gut, am Freitag war es nicht perfekt. Im Service habe ich gedacht, dass Andreas (Mikkelsen; sein Teamkollege; Anm. d. Red.) richtig liegt und ich falsch. Am Ende war es aber umgekehrt. Wir hatten Glück, dass wir nicht zu viel Zeit verloren haben."

"Am Sonntag war es einfacher, der Druck war nicht vorhanden. Ich musste nur so weitermachen und Fehler vermeiden. Das haben wir getan. Ich habe gerade zu Ott gesagt, dass er in er Powerstage etwas langsam war! Eine Zehntelsekunde ist nichts, ich habe Glück, dass ich den Extrapunkt bekommen habe. Das war das Sahnehäubchen. Ich wäre mit 25 WM-Punkten sehr glücklich gewesen, aber 28 sind noch besser. Mein Vorsprung in der WM sieht fantastisch aus. Drei Rallyes vor Saisonende habe ich drei Rennen Vorsprung."

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