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Ott Tänak (re.) und Co-Pilot Raigo Mölder (li.) mit ihren Pokalen für Platz drei
Ott Tänak (re.) und Co-Pilot Raigo Mölder (li.) mit ihren Pokalen für Platz drei © M-Sport/McKlein

Ford-Pilot Ott Tänak zeigte bei der Rallye Polen, was in ihm und dem überarbeiteten Fiesta steckt - Der dritte Platz ist die Belohnung langer Aufbauarbeit

Ott Tänak zeigte bei der Rallye Polen die beste Leistung seiner bisherigen Karriere. Der Este vom privaten M-Sport-Team griff das Volkswagen-Trio an und übte großen Druck aus. Insgesamt stellte Tänak sechs Bestzeiten auf und belegte im Ziel den dritten Platz. Nur 23 Sekunden fehlten auf Sieger Sebastien Ogier. Rückblickend fiel die Entscheidung am Freitag. Tänak hatte sich für die falschen Reifen entschieden und musste außerdem ein Bremsproblem an seinem Fiesta kompensieren. Dort ging die entscheidende Zeit verloren, die am Ende vielleicht sogar zu mehr gereicht hätte.

Nach Sardinien 2012 kletterte Tänak nun in Polen zum zweiten Mal in seiner Karriere auf das Podest. Der Este ist bekannt für seinen hohen Speed und seine Risikofreude, doch viele Unfälle stempelten ihn zum "Crashpiloten" ab. Deshalb verlor er Ende 2012 auch seinen Platz bei M-Sport und musste sich über nationale Meisterschaften und die WRC2 nach oben dienen. In diesem Jahr bekam Tänak die zweite Chance und lieferte in Polen eine nahezu perfekte Leistung ab.

Frage: "Ott, Platz drei ist dein erster Podestplatz in diesem Jahr. Du warst im Ziel von den Gefühlen überwältigt?"Ott Tänak: "Danke, es fühlt sich sehr gut an. Ich freue mich auch sehr für mein Team. Ich weiß, wie klein unser Team ist und wie viel Einsatz wir in dieses Projekt und in die Entwicklung des neuen Autos stecken. Jetzt zahlt sich das aus."

Frage: "Du hast vor der Rallye gesagt, dass du es richtig versuchen willst!"Tänak: "Das war die erste Rallye, wo wir richtig konkurrenzfähig waren. Zu Saisonbeginn war es schwierig. Ich hatte ein Jahr Pause und in diesem Jahr wird die WRC immer besser und besser. Portugal war okay, dann schied ich in Sardinien als Dritter aus. Hier stehen wir auf dem Podium. Das bedeutet mir viel."

"Es war von Malcolm (Wilson, Chef von M-Sport; Anm. d. Red.) eine mutige Entscheidung, jemanden zu nehmen, der ein Jahr gefehlt hat. Er kannte mich von 2012, als ich Probleme hatte. Aber er hat an mich geglaubt. Dafür bin ich ihm sehr dankbar. Ich möchte weitere Podestplätze! Die gleichen dunkelblauen Pferde (Volkswagen; Anm. d. Red.) sind sehr schnell. Ich muss den gleichen Job machen und mich verbessern."

Frage: "Ott, hast du Druck gespürt?"Tänak: "Wir hatten etwas Druck. Vor der letzten Prüfung war ich mir nicht sicher, ob ich es schaffen werde. Es war eine sehr gute Rallye, wir haben alles gegeben. Ich dachte, ich greife an und was auch immer passieren wird, mag passieren. Am Ende hat es sich ausgezahlt."

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