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Weltmeister Sebastien Ogier startete die Rallye Polen mit einer Bestzeit
Weltmeister Sebastien Ogier startete die Rallye Polen mit einer Bestzeit © Volkswagen

Weltmeister Sebastien Ogier gewinnt die Superspecial in Mikolajki und führt die Rallye Polen knapp vor Lokalmatador Robert Kubica an

Die 72. Ausgabe der Rallye Polen begann am Donnerstagabend mit einer Superspecial in der Mikolajki Arena. Auf dem 2,5 Kilometer langen Kurs traten die Fahrer paarweise im direkten Duell gegeneinander an. Als letztes Paar forderte Thierry Neuville (Hyundai) Weltmeister Sebastien Ogier (Volkswagen) heraus. Ogier behielt die Oberhand und markierte auch die Bestzeit. Damit übernahm der Champion die Gesamtführung. Ogier verhinderte die Sensation, denn bis dahin war Lokalmatador und Fanliebling Robert Kubica (Ford) Schnellster.

"Sorry! Es waren so viele Fans für Robert hier", sagt Ogier. "Ich freue mich für ihn. Eine tolle Atmosphäre! Ich werde wie immer mein Bestes geben und kann hoffentlich um den Sieg kämpfen." Der Weltmeister und Vorjahressieger muss am Freitag und Samstag als Erster die Wertungsprüfungen eröffnen. In der Gesamtwertung ist noch nichts entschieden, denn 17 Fahrer befinden sich innerhalb von fünf Sekunden. Ogier führt eine halbe Sekunde vor Kubica.

Der Pole setzte sich im Duell gegen Citroen-Werksfahrer Mads Östberg durch. Andreas Mikkelsen, dessen Volkswagen-Vertrag verlängert wurde, gewann deutlich gegen Geburtstagskind Kris Meeke. Der 36-Jährige erlebte einen schwierigen Tag. Im Shakedown überschlug sich Meeke mehrfach, aber sein Citroen konnte für die Superspecial repariert werden. An der Startlinie starb ihm allerdings der Motor ab und wertvolle Sekunden gingen verloren.

In der Gesamtwertung ist Meeke deshalb nur 17. Erster Verfolger von Ogier/Kubica ist Mikkelsen als Dritter. Der Tscheche Martin Prokop (Ford) zeigte einmal mehr seine Qualitäten für kurze Superspecials und markierte die viertschnellste Zeit. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) setzte sich in seinem Duell gegen Ford-Pilot Elfyn Evans durch. Im Klassement reihte sich der Finne an der fünften Position ein.

Ein Ausrufezeichen setzte Citroen-Junior Stephane Lefebvre, der die R5 Version des DS3 in der WRC2-Klasse fährt. Mit der siebtschnellsten Zeit mischte der Franzose im WRC-Feld mit und war unter anderem auch schneller als die beiden Citroen-Werksfahrer und als Hyundai. Die Südkoreaner sind in Polen erstmals mit vier Autos vertreten. Thierry Neuville war als Neunter der beste Hyundai-Fahrer.

In der WRC2-Klasse führt Lefebvre eine Zehntelsekunde vor Skoda-Werksfahrer Pontus Tidemand. Europameister Esapekka Lappi im zweiten Werks-Skoda hält Platz vier. Im Duell der Dakar-Helden setzte sich Nasser Al-Attiyah (Ford RRC) gegen Krzysztof Holowczyc (Ford R5) durch. Beide treten ebenfalls in der WRC2 an. Der Deutsche Armin Kremer (Skoda Fabia R5) liegt in der WRC2-Klasse auf dem sechsten Rang. Am Freitag stehen acht Wertungsprüfungen auf dem Programm. Zu Mittag gibt es nur ein kurzes Reifenservice.

Die Gesamtwertung nach der 1. von 19 Prüfungen (Top 10):01. Sebastien Ogier (Volkswagen) - 1:43.9 Minuten02. Robert Kubica (Ford) +0,5 Sekunden03. Andreas Mikkelsen (Volkswagen) +0,604. Martin Prokop (Ford) +1,505. Jari-Matti Latvala (Volkswagen) +2,006. Ott Tänak (Ford) +2,407. Stephane Lefebvre (Citroen) +2,608. Pontus Tidemand (Skoda) +2,709. Thierry Neuville (Hyundai) +2,810. Dani Sordo (Hyundai) +2,9

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