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Alfons Hörmann ist seit Anfang Dezember 2013 Präsident des DOSB

Alfons Hörmann, der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), hält den Zeitpunkt einer deutschen Olympiabewerbung für die Sommerspiele 2024 für sehr geeignet.

"Wer, wenn nicht wir, und wann, wenn nicht jetzt?", sagte der 53-Jährige und wies damit den Vorwurf eines möglicherweise überstürzten Handelns zurück.

Hörmann antwortete "aus großer Überzeugung, dass gerade ein politisch und wirtschaftlich so stabiles Land wie Deutschland ein deutliches Signal setzen und sagen sollte: Ja, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, ein solches Thema anzugehen."

Von der Idee, einen Zeitraum ab 2028 ins Auge zu fassen, hält Hörmann nicht viel: "Ich warne davor zu glauben, dass man ein Thema dadurch lösen kann, dass man es vertagt oder aussitzt."

Berlin und Hamburg hätten "innerhalb weniger Monate wirklich beeindruckende stimmige Konzepte entwickelt und erfüllen damit aus unserer Sicht sowohl national als auch international die Voraussetzungen, würdige Olympiabewerber sein zu können. So kann und wird Olympia aus unserem Verständnis funktionieren."

Nach der für die Mitgliederversammlung am 6. Dezember in Dresden angekündigten Neuordnung seiner Strukturen mit einem Vorstand und einem Präsidium in der Funktion eines Aufsichtsrates wird sich der DOSB auch weiter mit dem Entwurf des Anti-Doping-Gesetzes beschäftigen.

Hörmann steht diesem positiv, aber dennoch kritisch gegenüber. Man könne vom DOSB nicht erwarten, "dass wir zu einem Entwurf, an dem drei Ministerien neun Monate lang gearbeitet haben, in neun Stunden die Beurteilung abgeben", sagte er.

"Das Thema eignet sich verdammt gut für populäre und populistische Aussagen, aber die Formulierung: Der Staat muss das jetzt allein in die Hand nehmen, ist mir viel zu plakativ, so Hörmann weiter.

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