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"Wir wollen die Spiele" war auf das Brandenburger Tor projiziert
"Wir wollen die Spiele" war auf das Brandenburger Tor projiziert © getty

Berlin hat mit einer Lichtaktion am Brandenburger Tor die heiße Phase im Rennen um die deutsche Bewerbung für die Olympischen Sommerspiele 2024 oder auch 2028 eingeleitet. Der Regierende Bürgermeister Michael Müller drückte am Morgen den Startknopf und hüllte das Wahrzeichen in unterschiedliche Farben.

Zu sehen war auch das Werbelogo mit dem Slogan: "Wir wollen die Spiele."

Die Lichtshow bildet den Auftakt für eine Vielzahl von Veranstaltungen, die die Bevölkerung auf mögliche Spiele in der Hauptstadt einstimmen sollen.

In Foren und Diskussions-Veranstaltungen sollen möglichst viele Bürger eingebunden werden.

"Wir werden jetzt deutlich machen, dass wir gute Gastgeber sind mit einer sportbegeisterten Bevölkerung", sagte der SPD-Politiker.

Für Müller habe Berlin durch sein großes internationales Renommee gegenüber Hamburg Vorteile.

"Ich setze darauf, dass der DOSB sagt, mit welcher Stadt können wir international punkten", sagte der Wowereit-Nachfolger mit Blick auf die Entscheidung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) Mitte März: "Berlin hat international einen tollen Namen."

Dass Hamburg seine Lichtaktion bereits in der vergangenen Woche gestartet hat und auch schon konkret zu Bürgerdiskussionen eingeladen hat, dass in Berlin generell eine gewisse Olympia-Müdigkeit herrsche, wollte Müller nicht gelten lassen.

"Hier läuft ja auch schon einiges", betonte der frühere Senator für Stadtentwicklung: "Wir sind ja schon viel unterwegs. Die Sportvereine und Verbände werben bei den Mitgliedern, die Wirtschaftsverbände unterstützen uns."

Nicht unbedingt begeistert zeigte sich Müller über den vom DOSB vorgegebenen Ablauf, erst die Stadt zu bestimmen und dann die Bürger zu befragen.

"Ach, das ist jetzt so. Mann muss sich jetzt an diesen Regeln orientieren. Ob die Befragungen zum Schluss den Ausschlag geben und wenn ja, ob das glücklich ist, ist eine müßige Diskussion", sagte das Stadtoberhaupt.

Sollte sich Berlin beim DOSB durchsetzen, wird es im September zur Bürgerbefragung kommen.

Bis zum 15. September muss Deutschland seinen Kandidaten beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) anmelden.

Mit ihrem Olympia-Konzept glaubt die Hauptstadt auch, der IOC-Agenda 2020 für kostengünstigere Spiele zu folgen.

"Wir haben die Sportstätten, die müssen nicht neu erfunden werden. Wir können ein olympisches Dorf bauen, weil wir die Flächen dafür mitten in der Stadt haben. Das ist insgesamt ein gutes und rundes Konzept", so Müller.

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