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Die Olympischen Ringe vor dem Stadion in Berlin als Symbol der Bewerbung der Hauptstadt
Die Olympischen Ringe vor dem Stadion in Berlin als Symbol der Bewerbung der Hauptstadt © Getty Images

Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) hat vier Wochen vor Bekanntgabe der deutschen Bewerber-Stadt für die Olympischen Spiele 2024 oder auch 2028 beiden Kandidaten ein gutes Zwischenzeugnis ausgestellt. "Wir haben momentan einen guten Stand. Wir können uns sowohl mit Hamburg als auch mit Berlin bewerben", sagte Bernhard Schwank, Vorstand Internationales/Olympiabewerbung im DOSB.

Ungeachtet der Lage in den Städten reisen am Montag Vertreter des DOSB nach Lausanne, um sich mit dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) auszutauschen. "Das ist ein Angebot, das das IOC im Zuge seiner Agenda 2020 möglichen Bewerbern gemacht hat. Das nehmen wir gerne an", sagte Schwank. Am Dienstag trifft sich der DOSB mit Vertretern des Berliner Senats, für den 3. März ist ein Treffen in Hamburg geplant.

Derzeit läuft die Forsa-Umfrage in beiden Städten mit 1500 repräsentativ ausgewählten Bürgern und wird wohl noch bis Anfang März andauern. DOSB-Vorstandsvorsitzender Michael Vesper erklärte, dass man die Ergebnisse der Umfrage auf jeden Fall vor der Präsidiumssitzung am 15. März veröffentlichen werde. "Es macht jetzt aber keinen Sinn, darüber zu spekulieren, welchen Einfluss diese Umfragen auf das Ergebnis haben, mit welcher Stadt wir uns am Ende bewerben", sagte Vesper.

Neben der Stimmungslage in den beiden Städten will der DOSB vor der Meinungsfindung mit Vertretern der Fachverbände sowie mit Experten sprechen. Das zehnköpfige DOSB-Präsidium ohne IOC-Präsident Thomas Bach und eventuell ohne drei weitere Mitglieder, die in Hamburg und Berlin leben und als befangen gelten könnten, will seine Empfehlung an die Mitgliederversammlung weitergeben, die die Siegerstadt im Rahmen der Vollversammlung am 21. März in der Paulskirche in Frankfurt/Main bekannt geben wird.

DOSB-Präsident Alfons Hörmann betonte, dass die Städte bei der Festlegung des nationalen Bewerberverfahrens ein großes Mitspracherecht gehabt und darauf gedrängt hätten, dass die Entscheidung des DOSB über die Bewerberstadt auf jeden Fall vor dem Bürgerreferendum zu fallen habe. Dem DOSB wäre der umgekehrte Prozess lieber gewesen. "Wir haben die Wünsche der Städte aber akzeptiert", sagte Hörmann.

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