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Patrick Hickey ist Mitglied der IOC-Exekutive
Patrick Hickey ist Mitglied der IOC-Exekutive © Getty Images

Vor der Entscheidung über die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen Spiele 2024 erhält Berlin Rückenwind aus den Reihen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC).

"Meiner Meinung nach hat Hamburg einen Nachteil: Jeder auf der Welt kennt Berlin", sagte der Ire Patrick Hickey, Mitglied der IOC-Exekutive, der Sport Bild: "Berlin ist wie New York, London und Paris: eine Metropole, die weltberühmt ist. Aber nicht so viele Menschen kennen Hamburg."

Aufgrund der Regeln der Bewerbung ist es den IOC-Mitgliedern, die über die Vergabe der Spiele entscheiden, nicht möglich, sich bis zur Entscheidung 2017 vor Ort einen Eindruck vom Kandidaten zu machen.

"Da den IOC-Mitgliedern, die am Ende abstimmen, keine Besuche in den Bewerberstädten erlaubt sind, ist es schade, dass sie Hamburg nicht persönlich kennenlernen können", sagt Hickey: "Sie können nicht sehen, was die Stadt zu bieten hat. Berlin ist ebenfalls eine fabelhafte Stadt. Dort war eigentlich schon fast jeder und konnte sich ein Bild davon machen."

Der Ire steht Olympia in Deutschland grundsätzlich positiv gegenüber: "Eine deutsche Bewerbung wäre im IOC sehr willkommen, weil es so eine starke Sport-Nation ist. Deutschland ist sehr gut organisiert, hat eine großartige Infrastruktur und das technologische Wissen, das man braucht, um so ein Ereignis abzuhalten. Ganz gleich, mit welcher der beiden Städte sich Deutschland bewirbt, bin ich mir sicher, dass es ein starker Kandidat sein wird."

Zuletzt hatte schon IOC-Vizepräsident Craig Reedie auf einen vermeintlichen Vorteil Berlins hingewiesen: "Die Erfahrung in Großbritannien hat uns gelehrt, dass es besser ist, die Hauptstadt zu nehmen und keinen Wettbewerb um die Bewerberstadt abzuhalten. Das vereinigte bei uns das Land."

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