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Frank Henkel
Frank Henkel gibt sich zuversichtlich © Getty Images

Die beiden Olympia-Kandidaten Berlin und Hamburg haben sich nach ihrer letzten Präsentation vor den DOSB-Gremien am Sonntag in Frankfurt demonstrativ optimistisch gegeben.

"Ich hatte den Eindruck, dass unsere Präsentation ankam", sagte Berlins Innensenator Frank Henkel: "Wir haben auf unsere große internationale Erfahrung verwiesen. Wir hatten 24 Welt- und Europameisterschaften - die Welt kommt gerne nach Berlin."

Sein Hamburger Amtskollege Michael Neumann, dessen Delegation am Sonntagnachmittag ihr Konzept zuerst der DOSB-Führung, den 34 Spitzensportverbänden und weiteren Mitgliedervertretern in Frankfurt präsentierte, verließ ebenfalls "sehr zuversichtlich" den "Raum Gold" des Hotel Lindner.

"Ich hatte den Eindruck, dass wir sehr viele Vertreter mit unserer Präsentation überzeugen konnten", sagte Neumann: "Hamburg hat keinen Grund, sich zu verstecken. Der deutsche Sport muss sich entscheiden, wer das beste Aushängeschild ist, und ich glaube, dass Hamburg ein sehr, sehr guter Bewerber ist."

DOSB-Vertreter wollten sich in einer Sitzungspause noch nicht substanziell äußern. "Beide Präsentationen waren gut, mehr möchte ich noch nicht sagen", meinte DOSB-Generalsekretär Michael Vesper.

Am Abend setzten die DOSB-Gremien ihre Beratungen fort.

Am Montag tagt das DOSB-Präsidium noch mit 43 Vertretern aus verschiedenen Bereichen der Zivilgesellschaft, bevor es eine Empfehlung für Berlin oder Hamburg ausspricht.

Über diese Empfehlung stimmt dann die Außerordentliche Mitgliederversammlung des DOSB am kommenden Samstag in der Frankfurter Paulskirche ab.

Als Voraussetzung für eine offizielle Bewerbung beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) gilt allerdings eine Bürgerbefragung, die im September in der deutschen Gewinnerstadt abgehalten werden soll.

Kommt dort kein 50-Prozent-Votum für Olympia zustande, will der DOSB von einer Bewerbung absehen. Zuletzt stimmten in Berlin 55 Prozent für Olympia vor der eigenen Haustür, in Hamburg 64 Prozent.

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