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DOSB Executive Board - Extraordinary Assembly
Olaf Scholz ist Regierender Bürgermeister von Hamburg © Getty Images

Die Bewerbung um die Olympischen Spiele 2024 könnte die Stadt Hamburg womöglich teurer zu stehen kommen als geplant.

Sollten die anvisierten 25 Millionen Euro aus der deutschen Wirtschaft nicht fließen, ist Hamburg als einziger der Vertragspartner der neu gegründeten Bewerbungsgesellschaft dazu verpflichtet, weiteres Geld für das Bewerbungsbudget von rund 50 Millionen Euro zur Verfügung zu stellen. Das geht aus der Gesellschaftervereinbarung hervor.

"Sofern die Deckung der Finanzierungsmittel nicht durch private Sponsoren gewährleistet werden kann, wird die FHH (Freie und Hansestadt Hamburg, d. Red.) für diese Deckung im erforderlichen Umfang eintreten" heißt es unter Paragraf zwei, Absatz zwei:

"Eine Nachschusspflicht der anderen Gesellschafter besteht nicht."

Neben Hamburg (26 Prozent) sind an der Bewerbungsgesellschaft der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB, 51 Prozent), die Bundesrepublik Deutschland (18 Prozent), das Land Schleswig-Holstein sowie die Stadt Kiel (jeweils 2 Prozent) und die Handelskammer Hamburg (1 Prozent) beteiligt.

Den Großteil des geplanten Gesamt-Etats übernimmt der Bund, der bereits 30 Millionen Euro zugesichert hat. Hamburg hatte zuletzt angekündigt, maximal 15 Millionen Euro beisteuern zu wollen.

Innen- und Sportsenator Michael Neumann (SPD) zeigte sich zuversichtlich, nach der Endabrechnung sogar "nur fünf oder sechs Millionen Euro" zahlen zu müssen. Wie hoch die finanzielle Belastung für Hamburg am Ende wirklich werde, hänge von der Beteiligung der Wirtschaft ab.

Sollte sich diese aber nicht an ihre Zusagen halten, müsste Hamburg im schlimmsten Fall allerdings 20 Millionen Euro zahlen.

"Jeder Gesellschafter entscheidet selbständig über Art, Umfang und Zeitpunkt der Bereitstellung von Finanzmitteln für Zwecke der Gesellschaft", heißt es in der Gesellschaftervereinbarung weiter:

"Um die vorläufige Liquidität sicherzustellen, wird die Freie und Hansestadt Hamburg in 2015 bis zu 6,5 Mio. EUR bedarfsgerecht als Einlage in die Gesellschaft einbringen."

Bewerbungs-Geschäftsführer Nikolas Hill kündigte an, "rechtzeitig vor dem Referendum" am 29. November einen Finanzplan über die entstehenden Kosten für Olympia in Hamburg öffentlich machen zu wollen.

"Es ist klar, dass wir ausreichend Zeit geben wollen und werden, um die Zahlen öffentlich diskutieren zu lassen", sagte Hill der Bild-Zeitung.

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