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New DOSB Headquarter Groundbreaking Ceremony
Alfons Hörmann ist seit 7. DEzember 2013 DOSB-Präsident © Getty Images

DOSB-Präsident Alfons Hörmann (54) hat dem deutschen Olympia-Bewerber Hamburg ein glänzendes Zwischenzeugnis ausgestellt.

Er müsse der Hansestadt "ein Riesen-Kompliment" machen, sagte Hörmann im Interview mit der Hamburger Morgenpost (Mittwoch-Ausgabe): "Hier hat die Politik einen sehr guten, ja fehlerfreien Job gemacht. Das muss man über einen solchen Zeitraum von anderthalb Jahren erst einmal hinbekommen."

Der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes sicherte den Hamburger Bürgern zu, dass sie bis zum Olympia-Referendum am 29. November "größtmögliche Klarheit über die Kosten" für die Sommerspiele 2024 haben würden, wenn auch "keine endgültige Summe".

Die Hamburger würden "nicht blind abstimmen", sagte Hörmann. Er wünscht sich für das Referendum ein "nennenswert besseres Ergebnis" als 50 Prozent, "aber eine magische Zahl zu nennen, macht keinen Sinn".

Hörmann ist zuversichtlich, dass Skandale, wie der innerhalb des Fußball-Weltverbandes FIFA, die Abstimmung in Hamburg nicht negativ beeinflussen werden. "Die Olympia-Vergabe hat nichts mit Sepp Blatter, der FIFA oder der WM in Katar zu tun.

Das IOC hat unter Thomas Bach mit der Agenda 2020 einen neuen Weg eingeschlagen. Es gibt dort nicht die vielzitierten Knebelverträge. Alle Verträge sind im Internet einsehbar. Für die Olympischen Spiele in Rio steuert das IOC beispielsweise 1,5 Milliarden Dollar zum Organisationsbudget bei", sagte Hörmann.

Vom Hamburger Sportstättenkonzept ist der DOSB-Boss restlos begeistert.

"Drei Viertel aller Wettkämpfe werden in einem Radius von zehn Kilometern ausgetragen. Ein noch kompakteres Konzept ist kaum vorstellbar." Die olympische Idee kehre "zum Ursprung zurück".

Allerdings gab Hörmann zu, dass man international für die Hansestadt noch ein wenig die Werbetrommel rühren muss: "Hamburg selbst kann und muss man noch ein bisschen erklären."

Sollten die Bürger der Bewerbung Ende November mehrheitlich zustimmen, muss Hamburg bis zum Januar Garantien beim IOC hinterlegen.

Die Vergabe der Spiele findet im September 2017 in Lima statt. Neben Hamburg haben bislang auch Boston, Paris, Rom und Budapest Kandidaturen angekündigt. Unter anderem Baku und Doha könnten noch folgen.

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