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Kenjiro Sano
Kenjiro Sano ist der Designer des zurückgezogenen Logos © Getty Images

Im Streit um das umstrittene Logo für die Olympischen Sommerspiele 2020 in Tokio glätten sich die Wellen, zu den Akten gelegt ist der Fall aber weiterhin nicht.

Nachdem das Organisationskomitee vor drei Wochen bekannt gegeben hatte, auf den Gebrauch des umstrittenen Emblems zu verzichten, zog am Dienstag das Theater von Lüttich seine Plagiatsvorwürfe zurück.

Allein der Designer hält an seiner Klage fest.

"Das Theater von Lüttich als Rechteinhaber des Logos hat sich entschlossen, auf das Verfahren gegen das IOC zu verzichten", hieß es in einer Erklärung: "Nach Prüfung der Rechtsmittelgründe und Beweise durch das IOC und dem endgültigen Abzug des Logos von Herrn Sano erkennt das Theater an, dass das umstrittene Emblem, unabhängig von einer Ähnlichkeit mit seinem Logo, nicht die Rechte verletzt."

Einzig Designer Olivier Debie setzt seinen Kurs gegen das Internationale Olympische Komitee (IOC) fort und stellt weiterhin Regressansprüche, wie sein Anwalt Philippe Mottard am Dienstag noch einmal bekräftigte.

Debie hatte im Juli den japanischen Designer Kenjiro Sano angeklagt, seinen Entwurf für das Logo des Theaters in Lüttich plagiiert zu haben.

"Sano hat die künstlerische Entwicklung dieses Logos nicht erklären können", hieß es im gemeinsamen Statement von Debie und seinem Anwalt.

Das nun nicht mehr verwendete Logo für Tokio 2020 zeigt den aus geometrischen Formen bestehenden Buchstaben T und einen roten Kreis.

Debies Entwurf vereint in sehr ähnlicher Form die Buchstaben T und L, der rote Kreis fehlt jedoch. 

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