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DOSB Executive Board - Extraordinary Assembly
Hamburg ist ein Kandidat für die Olympischen Spiele 2024 © Getty Images

Der Grünen-Sportpolitiker Özcan Mutlu sieht durch die anhaltende Affäre um die WM-Vergabe 2006 auch negative Auswirkungen auf die Olympiabewerbung Hamburgs für die Sommerspiele 2024.

"Der DFB hat dem deutschen Sport - nicht nur dem Fußball - einen höchstmöglichen Schaden bereitet, den er eigentlich hätte abwenden können", sagte Mutlu.

Am Dienstagmorgen hatten Steuerfahnder wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung "in einem besonders schweren Fall" die Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) sowie die Häuser von DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, seines Vorgängers Theo Zwanziger und des ehemaligen Generalsekretärs Horst R. Schmidt durchsucht.

Die mediale Aufmerksamkeit werde, so Mutlu, nicht an den Menschen in Hamburg vorbeigehen. "Das wird Aufschwung geben für die Olympiagegner in Hamburg. Ich hoffe, dass das nicht so schlimm wird", sagte der sportpolitische Sprecher der Bündnis90/Die Grünen-Bundestagsfraktion: "Es wird auch Auswirkungen haben auf die EM 2024, noch ist die ja nicht in trockenen Tüchern."

In der Hansestadt entscheiden die Bürger zurzeit über eine mögliche Olympia-Bewerbung. Um den Traum von den Spielen an der Elbe am Leben zu halten, müssen die Befürworter beim Referendum bis zum 29. November eine einfache Mehrheit erreichen.

Zudem müssen mindestens 20 Prozent aller Wahlberechtigten mit Ja stimmen - in Hamburg sind das 259.883 Menschen. Die Briefwahl läuft bereits.

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