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Die Olympischen Spiele finden 2016 in Rio de Janeiro statt
Im Zeichen der Ringe: Auch in Rio unterhält der CAS Ad-Hoc-Gerichte © Getty Images

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird auch während der Olympischen Sommerspiele 2016 in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) Streitfälle vor Ort mit einem Ad-Hoc-Gericht behandeln. 

Auch der Anti-Doping-Experte und Jurist Ulrich Haas gehört der Kammer an, anders als bei den zurückliegenden Winterspielen in Sotschi 2014 wird sich damit wieder ein deutsches Mitglied mit den Fällen befassen.

Ad-Hoc-Gerichte des CAS gibt es in Gastgeber-Städten Olympischer Spiele seit Atlanta 1996, um Streitfragen nach Möglichkeit innerhalb von 24 Stunden zum Abschluss zu bringen.

Wie der CAS am Montag bekannt gab, sitzen in Rio der Amerikaner Michael Lenard und die Brasilianerin Ellen Gracie Northfleet der Kammer vor. Haas und elf weitere Schiedsrichter werden sich mit den anfallenden Fragen befassen. Haas ist bereits seit 2002 als Schiedsrichter beim CAS tätig, zuletzt gehörte er zudem der unabhängigen Reform-Kommission CIRC zum Thema Doping im Radsport an.

Leiter der Zweigstelle in Rio wird wie zuletzt CAS-Generalsekretär Mathieu Reeb (Schweiz) sein. Die Schiedsrichter wurden vom International Council of Arbitration for Sport (ICAS) ausgewählt.

Sechs Frauen gehören dem Gremium an, damit ist das Ad-Hoc-Gericht in Bezug auf männliche und weibliche Mitglieder erstmals ausgeglichen besetzt. Das ICAS habe damit der Tatsache Rechnung getragen, dass in Rio 46 Prozent der Athleten weiblich sein werden. Bei den Spielen 2020 in Tokio soll sich dieser Wert auf 50 Prozent erhöhen.

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