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Rosi Mittermaier mit ihrem Ehemann Christian Neureuther
Rosi Mittermaier mit ihrem Ehemann Christian Neureuther © Getty Images

Kurz vor dem 40. Jahrestag ihres ersten von zwei Olympiasiegen 1976 in Innsbruck fürchtet Rosi Mittermaier (65) den "Tod der Olympischen Spiele".

In einem Interview auf der Website der Deutschen Sporthilfe kritisierte die ehemalige Weltklasse-Skirennläuferin auch das Internationale Olympische Komitee (IOC).

"Sport kann für viele Dinge ein Ventil sein. Viele Leute erkennen das heute aber nicht mehr, weil nur noch auf die Finanzen und Top-Platzierungen geachtet wird. Da muss ich auch das IOC anprangern. Die Vergabe der Winterspiele an Orte wie Sotschi, Pyeongchang oder Peking zum Beispiel, das ist schrecklich", sagte Mittermaier.

Ihrer Meinung nach sollten bei Olympischen Spielen "Werte, Nachhaltigkeit und Fairplay im Mittelpunkt stehen und nicht das Geld und die Medaillen", sagte die Mutter von Slalom- und Riesenslalom-Spezialist Felix Neureuther und kritisierte die Fixierung auf Medaillen und Profit: "Dann denke ich mir: Wo ist der Sport hingekommen? Ich glaube, das war zu meiner Zeit noch nicht so krass. Wenn das in der Art weitergeht, wenn Werte im Sport nichts mehr zählen, ist das der Tod für die Olympischen Spiele."

Zudem macht sich Mittermaier Sorgen über die Sicherheit der Rennfahrer der aktuellen Generation.

"Das Risiko im alpinen Skisport ist zurzeit am absoluten Limit angelangt oder schon darüber. Das gilt für fast alle Disziplinen, besonders in der Abfahrt", sagte sie: "Ich glaube, wenn die weltbesten Skifahrer teilweise keine Chance mehr haben, ohne gravierende Probleme runterzukommen, weil die Sicht so schlecht oder die Kompression zu stark ist, wie auf der Streif, dann schießt man übers Ziel hinaus." Für Skirennfahrer sei es fast alltäglich, sich zu verletzen: "Das darf einfach nicht sein."

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