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Wladimir Putin will die russische Delegation vor den Olympischen Spielen verabschieden
Wladimir Putin zeigt sich mit den Olympischen Spielen in Sotschi sehr zufrieden © Getty Images

Anlässlich des zweiten Jahrestages der Eröffnungsfeier hat der russische Präsident Wladimir Putin den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi ein "einzigartiges Erbe" zugeschrieben.

"Vor zwei Jahren wurde die Olympische Flamme in Sotschi entzündet, das ganze Land hatte sich vorbereitet, und wir sind stolz, die besten Olympischen Spiele der Geschichte organisiert zu haben", sagte Putin und verwies auf "einzigartige Sportstätten, ein modernes Transportsystem und Freizeit-Infrastruktur".

Tatsächlich gilt das Erbe der Spiele von Sotschi, für die Russland mehr als 40 Milliarden Euro investiert hatte, als umstritten. Für den tiefgreifenden Strukturwandel in der Region am Schwarzen Meer innerhalb von nur sieben Jahren wurden Zwangsumsiedlungen in Kauf genommen, Naturschützer prangerten eklatante Umweltsünden an.

Inklusive aller infrastrukturellen Kosten waren die Spiele in Sotschi die teuersten in der olympischen Geschichte - inklusive der Sommerspiele.

Rund 400 Sportveranstaltungen sollen seit 2014 in Sotschi stattgefunden haben, angeblich folgen 2016 weitere 180. Während Sotschis Bürgermeister Anatolis Pachomow behauptet, dass die Stadt seit den Spielen zu einer der beliebtesten Ferienorte Russlands geworden sei, berichten unabhängige Quellen immer wieder von eklatanten Leerständen in den Hotels und Resorts.

Größte jährliche Veranstaltung in Sotschi ist das Formel-1-Rennen, das dort seit dem Olympiajahr stattfindet. Im Fischt-Stadion, in dem Eröffnungs- und Schlussfeier über die Bühne gingen, sollen bei der Fußball-WM 2018 Spiele stattfinden. Zudem gilt Sotschi als aussichtsreicher Kandidat für die Ausrichtung der zweiten Europaspiele 2019.

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