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Olympia
Am 5. August beginnen die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro © Getty Images

Der Mainzer Sportmediziner Perikles Simon zeichnet von den bevorstehenden Olympischen Spielen ein düsteres Bild. Sorge bereitet ihm vor allem High-Tech-Doping.

Der Mainzer Sportmediziner und Doping-Experte Perikles Simon befürchtet in Rio de Janeiro die "gedoptesten Olympischen Sommerspiele aller Zeiten". 

Wie Simon am Dienstag auf einem Symposium in Frankfurt am Main erklärte, sei "High-Tech-Doping auch heute noch immer nicht nachweisbar".

Nachtests der Olympischen Spiele von Peking 2008 hatten 31 Athleten sowie von London 2012 23 weitere Sportler überführt. Dass mögliche Sperren zur Abschreckung dienen könnten, glaubt Simon aber nicht. "Die Sportler haben doch über Jahrzehnte gelernt, dass sie mit Doping ganz gut leben können. Die werden das auch weiter machen", sagte er.

Voraussichtlich am 17. Juni entscheidet der Leichtathletik-Weltverband IAAF in Wien über die Wiederaufnahme des derzeit suspendierten russischen Leichtathletik-Verbandes RUSAF. Zudem untersucht eine Kommission der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA die Vorwürfe gegen Russland bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi 2014. Dort soll es ein staatlich geplantes Doping-System gegeben haben, mindestens 15 russische Medaillengewinner seien gedopt gewesen.

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