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Das IOC will innerhalb der nächsten Wochen eine Entscheidung fällen
Die Olympischen Spiele 2016 finden in Rio de Janeiro statt © Getty Images

Nach dem Ausschluss der russischen Leichtathleten für Rio kündigt das IOC weitere Maßnahmen an. Auch andere Länder müssen zittern.

Nach dem Olympia-Ausschluss für Russlands Leichtathleten durch den Weltverband IAAF hat das IOC weitere Schritte zur Herstellung von Chancengleichheit für alle Aktiven bei den Sommerspielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) angekündigt.

"Das IOC wird weitere weitreichende Maßnahme anstoßen, um gleiche Bedingungen für alle teilnehmenden Athleten sicherzustellen", teilte das IOC am Samstag nach einer Telefonkonferenz seiner Exekutive mit.

Auch andere Länder im Visier

Darüber hinaus deutete das IOC für die Sitzung seiner Spitze mit den internationalen Dachverbänden am Dienstag in Lausanne vergleichbare Maßnahmen wie gegen Russland für weitere Länder mit dokumentierten Mängeln bei der Doping-Bekämpfung an.

Zuletzt waren außer Russland auch Kenia, Mexiko und Spanien von der Welt-Anti-Doping-Agentur WADA wegen unzureichender Umsetzung von Vorgaben gerügt worden.

IOC macht Russland wenig Hoffnung

Hoffnungen russischer Regierungsmitglieder auf eine "Begnadigung" ihrer Leichtathleten durch das IOC für Rio erteilte die Organisation eine Absage: "Die Startberechtigung von Athleten bei internationalen Wettkämpfen inklusive der Olympischen Spiele ist jeweils eine Angelegenheit der internationalen Verbände."

Ausdrücklich betonte das IOC zudem seine Unterstützung für den "starken Standpunkt" der IAAF gegen Doping und "Respekt" für die Ausschluss-Entscheidung gegen Russland.

Wohl auch deshalb rechnet Russlands umstrittener Sportminister Witali Mutko nicht mehr mit einer Wende zugunsten seiner Athleten. "Angesichts der Äußerungen des IOC haben unsere Sportler keine Chance", sagte Mutko am Samstag.

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