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U.S. Open - Round Two
Rory McIlroy wäre als Mitfavorit an den Start gegangen © Getty Images

Der Nordire macht den Anfang: Als erster Sportler sagt Golfstar Rory McIlroy seine Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Rio ab. Aus Angst vor dem Zika-Virus.

Golfstar Rory McIlroy wird wegen der Gefahr durch das Zika-Virus nicht an den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro (5. bis 21. August) teilnehmen.

Der Nordire ist der erste Superstar, der explizit wegen Zika auf seinen Start in Brasilien verzichtet. 

"Meine Gesundheit und die meiner Familie sind das Wichtigste vor allem anderen. Auch wenn das Infektionsrisiko als gering eingeschätzt wird, ist ein Risiko da, das ich nicht eingehen will", teilte  McIlroy am Mittwoch in einem Statement mit.

Ende Mai hatte eine Gruppe von 150 internationalen Ärzten und Wissenschaftlern wegen der Zika-Gefahr auf eine Verschiebung der Olympischen Spiele gedrängt. Die Spiele wie geplant auszutragen, wäre "unverantwortlich" und "unethisch", hatte es in einem offenen Brief der Mediziner an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geheißen. Die WHO urteilte zuletzt anders und hält derartige Schritte nicht für notwendig.

Das von der Stechmücke Aedes aegypti übertragene Zika-Virus soll bei einer Infektion von Schwangeren Schädelfehlbildungen beim ungeborenen Kind zur Folge haben.

Laut dem WHO-Zika-Report vom 4. Mai ist der Krankheitserreger in 57 Ländern und Hoheitsgebieten aktiv, 37 davon auf dem amerikanischen Doppel-Kontinent. Brasiliens Gesundheitsbehörde vermeldete in ihrem jüngsten epidemiologischen Bericht 91.387 Verdachtsfälle im Jahr 2016, ein Drittel davon bereits bestätigt.

Mit 25.930 wahrscheinlich auf den Virus zurückzuführenden Erkrankungen ist das Bundesland Rio de Janeiro nationaler Spitzenreiter.

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