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Britta Heidemann stellt das aktuelle Anti-Doping-System in Frage © Getty Images

Britta Heidemann fordert Veränderungen im Kampf gegen Doping und wirft unangenehme Fragen auf. Die Fechterin stellt zudem die nationalen Anti-Doping-Agenturen in Frage.

Fecht-Olympiasiegerin Britta Heidemann fordert angesichts des Skandals vor den Spielen von Rio de Janeiro (5. bis 21. August) grundlegende Veränderungen im Anti-Doping-System.

"Das ist ein absolutes Kuddelmuddel, das wir derzeit haben", sagte die 33-Jährige im ZDF-Sportstudio über den IOC-Teilausschluss für russische Sportler.

"Die Frage ist doch: Warum ist es überhaupt möglich, dass es so ein großes Staatsdoping geben kann? Ob Teil- oder Vollsperre für Russland - was folgt danach?"

Heidemann, Degen-Olympiasiegerin von Peking, stellt dabei auch die Existenzberechtigung der nationalen Anti-Doping-Agenturen infrage. "Ihr Sinn sollte überprüft werden: Warum dürfen sich Länder selbst kontrollieren?"

Das Dopingproblem sei sicher nicht auf Russland beschränkt.

Heidemann forderte: "Es geht auch um andere Länder und andere Sportarten. Da muss es jetzt Veränderungen bei der Welt-Anti-Doping-Agentur und auch beim Internationalen Olympischen Komitee geben, damit endlich was passiert."

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