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Das IOC will innerhalb der nächsten Wochen eine Entscheidung fällen
DOSB- Athletenkommission spricht sich gegen einen vollständigen Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen aus. © Getty Images

Während das IOC über Sanktionen gegen die russische Olympia-Mannschaft berät, fordern die Sportler des DOSB keine kollektive Strafe zu verhängen.

Die Athletenkommission des DOSB hat sich gegen einen vollständigen Ausschluss Russlands von den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro ausgesprochen.

Zwar sei diese Maßnahme "mit Sicherheit die Ultima Ratio der offensichtlichen Sanktionen", hieß es in einem am Dienstag veröffentlichten Statement des Gremiums, doch "nachweislich sauberen Athleten muss das Startrecht bei den Olympischen und Paralympischen Spielen in Rio und kommenden Wettkämpfen eingeräumt werden".

Nach Ansicht der siebenköpfigen Kommission unter dem Vorsitz des Ruderers Christian Schreiber müssen jetzt "die Weichen für die Neuausrichtung im internationalen Anti-Doping-Management" gestellt werden.

Ein "unabhängiges Kontrollsystem" sei dabei ebenso wichtig wie eine "handlungsfähigere WADA", die dieses sowohl durchsetzen als auch überwachen könne.

Außerdem fordert die Kommission, dass die zuletzt "erfolgreich angewendeten Maßnahmen wie unabhängige Ermittlungen, systematische Aufbewahrung und spätere Analysen (Re-Tests) von Dopingproben sowie intelligente Pre-Tests vor Saisonhöhepunkten" zentrale Bestandteile des modernen Anti-Doping-Systems werden.

Zuletzt sei es "aufgrund der individuellen Gerechtigkeit ebenso nötig, die einzelnen Athleten zu ermitteln, die vom Dopingsystem in Russland profitiert haben." Man gehe davon aus, "dass dieses noch offene Mandat der McLaren Untersuchung noch erfüllt wird".

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